"Durststrecker dauert länger als erwartet"
“Frankfurter Rundschau“ baut weitere 130 Stellen ab

Der angeschlagene Verlag der "Frankfurter Rundschau" muss wegen der anhaltenden Flaute im Anzeigengeschäft 130 weitere Stellen abbauen.

Reuters FRANKFURT. Die Durststrecke für die Zeitung werde länger dauern als das Management zu Jahresbeginn erwartet hatte, begründete Günter Kamissek, seit 100 Tagen Geschäftsführer des Druck- und Verlagshauses Frankfurt, am Donnerstag in der "Frankfurter Rundschau" die Maßnahme. Zusätzlich zu den bisher angekündigten 350 zu streichenden Stellen sollten bis Ende des nächsten Jahres 130 weitere Arbeitsplätze abgebaut werden - insgesamt rund 30 Prozent der ursprünglichen Belegschaft von 1600 Mitarbeitern.

Da der Haustarifvertrag, in dem die Mitarbeiter Einkommenseinbußen hinnahmen und auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichteten, keine betriebsbedingen Kündigungen vorsehe, werde das Management mit dem Betriebsrat über alternative Vereinbarungen verhandeln.

Die links-liberale "Frankfurter Rundschau" ist wie manche andere Zeitung auch wegen der Einbrüche auf dem Anzeigenmarkt in die Krise geraten und musste von dem CDU-regierten Land Hessen eine Bürgschaft zur Absicherung von Bankkrediten annehmen.

Kamissek erklärte, er rechne frühestens zu Beginn des übernächsten Jahres mit klar steigenden Umsätzen. Ab 2005 wolle der Verlag zum Flächentarifvertrag zurückkehren, damit die Belegschaft wieder vollen Tariflohn erhalte.

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