Dutzende Schulen niedergebrannt
Militäraktion in Aceh fortgesetzt

Die indonesischen Streitkräfte haben ihre Militäroperation in der Unruheprovinz Aceh am Dienstag fortgesetzt. Angaben örtlicher Behörden zufolge wurden seit Beginn der Offensive am Montag mehr als 80 Schulen in Brand gesetzt.

HB/dpa JAKARTA. Mindestens fünf Mitglieder der separatistischen "Bewegung Freies Aceh" (GAM) seien bei Gefechten mit Regierungssoldaten getötet worden, teilte Armeesprecher Oberstleutnant Achmad Yani mit. Seiner Darstellung zufolge hatten die Rebellen in den Schulen Feuer gelegt.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte sich zuvor in New York "enttäuscht" über das Scheitern der Friedensgespräche zwischen der Regierung von Indonesien und der GAM am Wochenende in Tokio geäußert. US- Außenamtssprecher Richard Boucher bedauerte in Washington, dass bei den Gesprächen in Tokio "eine seltene Gelegenheit vertan wurde, mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft einen Friedensprozess voranzubringen". Er rief beide Seiten auf, ihren Dialog wieder aufzunehmen.

Die indonesische Regierung hatte nach dem Scheitern der Verhandlungen in der Nacht zum Montag das Kriegsrecht über Aceh verhängt und unmittelbar danach mit einer Militäroffensive begonnen. Die GAM kämpft seit 1976 für einen eigenen islamischen Staat in der an Öl- und Gasvorkommen reichen Provinz an der Nordspitze Sumatras. Dem Konflikt fielen bisher mehr als 11 000 Menschen zum Opfer, die meisten von ihnen Zivilisten. In den vergangenen Jahren waren mehrfach Friedensverhandlungen gescheitert.

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