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Dutzende Tote auf Grenada nach Hurrikan „Ivan“

Der Hurrikan „Ivan“ hat auf der Karibikinsel Grenada nach Behördenangaben dutzende Menschen in den Tod gerissen und fast die gesamte Insel verwüstet. Grenadas Premiermister Keith Mitchell, dessen Residenz ebenfalls von dem Wirbelsturm zerstört wurde, sprach von einer „nationalen Tragödie“.

dpa BRIDGETOWN. Der Hurrikan "Ivan" hat auf der Karibikinsel Grenada nach Behördenangaben dutzende Menschen in den Tod gerissen und fast die gesamte Insel verwüstet. Grenadas Premiermister Keith Mitchell, dessen Residenz ebenfalls von dem Wirbelsturm zerstört wurde, sprach von einer "nationalen Tragödie".

Außerdem entstand auf der im Süden des Antillenbogens gelegenen Insel schwerer Sachschaden. Die Hauptstadt St. George's wurde von dem Sturm, der die Insel am Dienstag mit Windgeschwindigkeiten um 200 Kilometer pro Stunde überquerte, stark verwüstet.

Am Mittwoch ging das britische Kriegsschiff "HMS Richmond" in St. George's vor Anker. Ein erster Überflug mit dem Hubschrauber bestätigte das hohe Ausmaß der Zerstörungen. Marinesanitäter kümmerten sich um die Verletzten. Das Schiff half auch dabei, die Kommunikation zum karibischen Katastrophenschutzzentrum Cdera auf der Insel Barbados wieder herzustellen.

"Ivan" hatte am Dienstag auch auf den Inseln Barbados, St. Vincent, den Grenadinen und St. Lucia viele Häuser zerstört oder beschädigt, doch war Grenada den Informationen zufolge bei weitem am stärksten betroffen.

Am Mittwoch nahm der als extrem gefährlich eingestufte Zyklon Kurs auf die großen Antillen. Wie das US-Hurrikanzentrum in Miami (Florida) mitteilte, gaben die Regierungen Jamaikas und Haitis eine Hurrikan-Vorwarnung. Das Zentrum des Sturms befand sich am Abend (Ortszeit) 150 Kilometer nord-nordöstlich der Insel Bonaire. Von dort zog er mit 28 Kilometern pro Stunde in nordwestliche Richtung weiter. Die Windgeschwindigkeiten erreichten 220 Kilometer pro Stunde.

Den Prognosen zufolge soll "Ivan" am Freitag Jamaika und am Sonntag den Westen Kubas erreichen. Am Montag nächster Woche könnte er dem US-Bundesstaat Florida gefährlich nahe kommen, der erst vor wenigen Tagen vom Hurrikan "Frances" heimgesucht wurde.

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