E-Commerce an jeder Ecke
7 Eleven Japan bringt Internethandel in Geschäfte für den Alltagsbedarf

Convenience Stores sind in Deutschland genauso unbekannt wie die Firma 7 Eleven. Das könnte sich schnell ändern, denn in ihren 8000 Geschäften für den Alltagsbedarf in Japan verknüpft 7 Eleven die E-Commerce und stationären Handel im großen Stil. Umsatzziel für 2003: 3 Mrd. $.

kik PITTSBURGH. Mit einem Joint-Venture, das 7-Eleven zu Beginn des Jahres gemeinsam mit Sony, Mitsui, Softbank, Kinoscope, NEC, Japan Travel Bureau und Nomura Research auf den Weg gebracht hat, will der Betreiber von Convenience Stores Maßstäbe im E-Commerce setzen. An dem neuen Unternehmen 7dream.com, in das bereits 50 Mill. $ investiert wurden, hat sich hat der Konzern mit 51 %.die Mehrheit gesichert. 7-Eleven will seine Komeptenz bei Convenience-Stores zum Dreh- und Angelpunkt im E-Commerce ausbauen. Konsumenten können bei 7dream.com Produkte von Büchern bis Theaterkarten im Internet oder per Mobiltelefon bestellen und in einem 7-Eleven-Geschäft abholen und bezahlen. Lange Lieferzeiten und hohe Lieferkosten gibt es somit nicht mehr.

Webeinkauf beim Einkauf an Terminals

Auch in den Läden selbst werden Internet-Kioske installiert, die den Kunden Zugang zu dem Einkaufsservice 7dream.com verschaffen. Bis März 2001 sollen alle 7-Eleven Geschäfte mit einem solchen Terminal ausgestattet sein. NEC wird diese Multimedia-Terminals, die den Namen "Dream Navi" tragen, entwickeln. Kunden können an den Terminals Musik downloaden und digitale Fotos ausdrucken.

7dream.com will also sein E-Commerce-Geschäft auf der bestehende 7-Eleven Infrastruktur aufbauen. Als größter Convenience-Store Betreiber Japans mit etwa 8 000 Geschäften steht 7-Eleven täglich mit circa 7,7 Millionen Kunden in Kontakt. Rechnet man die Supermärkte und die Läden der Muttergesellschaft Ito Yokado hinzu, erreicht 7-Eleven in Japan jeden Tag 10 Millionen Konsumenten in seinen 9 100 Geschäften.
Weltweit unterhält der Konzern 20 000 Convenience Stores. Der erste 7-Eleven Store - er verkaufte Milch, Brot und Eis - wurde 1927 in Dallas/Texas eröffnet.

"Das ist der erste Schritt in Richtung eines Business-To-Consumer Online-Handels - in einzigartig japanischem Stil; Grundlage des ganzen Projekts ist das umfassende Netz an Convenience-Stores in Japan" erklärt der Vorstandsvorsitzende von 7-Eleven Japan, Toshifumi Suzuki, das Geschäftsmodell.

Die Anschaffungskosten für Hardware und die Software-Entwicklung sollen sich auf 400 Mill. $ belaufen. 7-Eleven Japan will mit dem Service in diesem Jahr Umsätze in Höhe von 95 MIll. $ erwirtschaften. Das Unternehmen ist auf starkes Wachstum ausgerichtet. 2003 sollen bereits 3 Mrd. $ umgesetzt werden.

Den ersten Nachahmer dieses Business Modells gibt es auch schon: Convenience-Store Betreiber Circle K hat Ähnliches vor - mit einer eigenen Version des gleichen Modells.

Vermarktung des Konzepts in Deutschland eher unwahrscheinlich

Eine Übertragung es Unternehmenskonzeptes auf den deutschen Markt dürfte derzeit allein an restriktiven Ladenöffnungszeiten scheitern. 1946, als der Name 7 Eleven gewählt wurde, hatten die Geschäfte bereits von 7:00 Uhr bis 23:00 Uhr geöffnet. Heute sieht das Unternehmen seinen Rund-um-die-Uhr-Service als "Eckstein des Erfolgs" an.

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