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E-m-s New Media steigt bei Advanced Medien ein

Reuters DORTMUND/MÜNCHEN. Die seit kurzem am Neuen Markt notierte Dortmunder e-m-s New Media AG hat 24,7 % des Grundkapitals der Münchner Advanced Medien AG erworben. Darüber hinaus stehe dem Unternehmen ein Optionsrecht auf weitere 13 % an dem ebenfalls am Neuen Markt gelisteten Filmrechtehändler Advanced Medien zu, teilte e-m-s am Dienstag mit. Über die finanziellen Details der Transaktion wollte das Unternehmen keine Angaben machen. E-m-s werde seine gesetzten Wachstumsziele durch die Beteiligung schneller als geplant zu erreichen, hieß es. Advance Medien verspreche sich durch den Einstieg Synergieeffekte vor allem im DVD-Bereich, sagte eine Sprecherin.

E-m-s erwirbt Lizenzrechte für Filme, Musik und Spiele und programmiert diese auf das Trägermedium DVD. Unternehmenssprecher Michael Westerhof machte über den Preis für die Beteiligung keine Angaben. Es habe aber sicherlich Zeiten gegeben, in denen sie teurer gewesen wäre, fügte er hinzu. Die beiden Unternehmen arbeiteten schon seit längerem zusammen, sagte eine Advanced-Medien-Sprecherin. E-m-s sei vor allem am Filmrechtestock des Münchener Unternehmens interessiert, während Advance Medien einen Partner für seinen DVD-Bereich gesucht habe. "Die Unternehmen ergänzen sich gut", sagte sie.

Die Aktien beider Unternehmen profitierten nicht nachhaltig von den Beteiligung. Die mit 6,50 Euro am 21. November eingeführte e-m-s-Aktie verlor 1,64 % auf 4,80 Euro. Das Advanced Medien-Papier gab die kurz nach der Mitteilung verzeichneten Kursgewinne schnell wieder ab und notierte am Abend knapp zwei Prozent Minus bei 2,69 Euro. Der Kurs des Münchener Unternehmens war Anfang Dezember auf ein Jahrestief von 2,10 Euro gefallen, nachdem es die Prognosen für 2000 drastisch nach unten korrigiert hatte. Weil sich die Lieferung von drei Filmen verzögere, werde der Umsatz in diesem Jahr nur noch 70 Mill. DM betragen statt der erwarteten 129,3 Mill. DM, hatte es geheißen. Davon werde auch das Ergebnis belastet.

E-m-s will 2000 früheren Angaben zufolge seinen Umsatz auf 13 Mill. DM von sieben im Vorjahr steigern. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) rutsche das Unternehmen mit minus 1,3 (Vorjahr: plus 0,2) Mill. DM in die Verlustzone, hieß es Ende Oktober. Für 2001 stellte das Unternehmen ein positives Ergebnis im niedrigen zweistelligen Millionen-Bereich und einen vervielfachten Umsatz in Aussicht.

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