E.On-Chef mit langer Erfolgsliste
Hartmann entwarf Energiekonzern der Superlative

E.On-Chef Ulrich Hartmann ist Architekt des größten europäischen Energiedienstleisters. Mit der Übernahme der Ruhrgas AG katapultierte sich der Konzern Ende 2002 vom Umsatz an die Branchenspitze. Die Akquisition gilt als das Prunkstück Hartmanns während seiner zehnjährigen Tätigkeit als E.On-Vorstandsvorsitzender.

HB/dpa DÜSSELDORF. Hartmanns Erfolgsliste ist lang: Wie keiner seiner Vorgänger krempelte der heute 64-Jährige Jurist das Unternehmen um. Zukäufe und Verkäufe summieren sich in den vergangenen drei Jahren auf ein Volumen von 80 Milliarden Euro. Es begann im Jahr 2000 mit der Fusion der Mischkonzerne Veba (Düsseldorf) und Viag (München). Der erweiterte Konzern wurde in E.On umgetauft. Das Unternehmen trennte sich von einer Reihe von Beteiligungen - darunter vor allem aus der Telekommunikation.

Hartmann trimmte E.On auf das Kerngeschäft Energie. Mit der größten Akquisition in der Firmengeschichte, der Übernahme des britischen Versorgers Powergen und dessen US-Tochter L&G, ebnete der Vorstandschef E.On den Weg auf den weltgrößten Markt Nordamerika. Im Wassergeschäft platzte dagegen der Plan, zu den Großen aufzusteigen. So scheiterte Anfang 2000 eine Fusion mit dem französischen Wasserversorger Suez Lyonnaise des Eaux.

Was in Fachkreisen als fast unmöglich schien, gelang Hartmann zuletzt bei der Ruhrgas: Er knackte die komplizierte Aktionärsstruktur. Trotz des Verbots durch das Kartellamt hielt der E.On-Chef an den Plänen fest und erhielt eine Ministererlaubnis. Eine drohende Niederlage vor Gericht verhinderte Hartmann in letzter Minute durch eine außergerichtliche Einigung mit den Beschwerdeführern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%