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E.ON will Strompreise zum Jahreswechsel anheben

Der Energieversorger E.ON will wie seine Wettbewerber die Strompreise zum Jahreswechsel erhöhen. Der Vorstandschef der Tochter E.ON Energie, Johannes Teyssen, begründete die geplante Anhebung am Montag in München vor allem mit den gestiegenen Kosten für Kohle und anderen Energieträgern.

dpa-afx MÜNCHEN. Der Energieversorger E.ON will wie seine Wettbewerber die Strompreise zum Jahreswechsel erhöhen. Der Vorstandschef der Tochter E.ON Energie, Johannes Teyssen, begründete die geplante Anhebung am Montag in München vor allem mit den gestiegenen Kosten für Kohle und anderen Energieträgern.

In der vergangenen Woche hatten bereits RWE und Vattenfall Europe Preisanhebungen angekündigt und damit scharfe Proteste aus der Politik und von Verbraucherschützern geerntet. Die beiden Konzerne planen Verteuerungen im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die neuen Preise müssen noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

Anhebung

Teyssen ließ offen, um wie viel Prozent die Tarife steigen werden. Nach Angaben eines Sprechers ist darüber noch keine Entscheidung gefallen. E.ON werde die Kosten an die Kunden weitergeben, aber darauf achten, die Abnehmer nicht übermäßig zu belasten, sagte Teyssen auf einer Investorenkonferenz. Von den Anhebungen seien sowohl die Privathaushalte wie auch die größeren Abnehmer betroffen. Der Branchenprimus müsste in diesem Monat die neuen Preise bei den Aufsichtsbehörden zur Genehmigung anmelden, um die Erhöhung zum Jahreswechsel umzusetzen.

Die Kritik an der Preispolitik der deutschen Energiekonzerne wird indes immer schärfer. Politiker von Union und Grünen machten sich für eine staatliche Preiskontrollen stark. Grünen-Parteichef Reinhard Bütikofer nannte die Preispolitik der deutschen Energie-Konzerne unredlich. Es sei offensichtlich, dass Netzmonopolisten vor der geplanten Gesetzesregelung "noch mal abkassieren möchten", sagte Bütikofer.

Der Generalsekretär der CSU, Markus Söder, sagte der "Bild"-Zeitung: "Die derzeitigen Kontrollmöglichkeiten reichen nicht aus. Eine staatliche Preisaufsicht sollte deshalb kein Tabu sein." E.ON-Energie-Chef Teyssen wies die Kritik als unbegründet zurück. Ohne die staatlichen Belastungen liege der Strompreis unter dem Niveau von vor der Liberalisierung des Strommarktes, sagte der Manager.

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