E-Plus rechnet mit Einsparungen von rund 750 Millionen Euro
E-Plus und Group3G kooperieren bei UMTS

Die Allianz erhofft sich von der Zusammenarbeit massive Einsparungen beim Netzaufbau.

Reuters AMSTERDAM. Die deutsche Mobilfunktochter E-Plus des niederländischen Telekom-Konzerns KPN hat für den Aufbau eines UMTS-Mobilfunknetzes in Deutschland nach eigenen Angaben eine Allianz mit der Group 3G geschlossen.

Group 3G ist eine Kooperation des finnischen Telekom-Konzerns Sonera und des spanischen Mobilfunkanbieters Telefonica Moviles. Telefonica Moviles teilte Analysten mit, mit zwei Partnern werde eine 40-prozentige Reduzierung der für zehn Jahre geplanten Investitionskosten von 6,2 Milliarden Mark erwartet.

Die Einsparungen bei E-Plus würden sich auf rund 750 Millionen Euro belaufen, teilte KPN am Freitag mit. Bei den jährlichen Betriebskosten des UMTS-Netzes geht die E-Plus Mobilfunk GmbH von einem Sparpotenzial im dreistelligen Millionenbereich aus.

Schnellerer Aufbau zu niedrigeren Kosten

"Der Vertrag mit der Group 3G hat einen handfesten Vorteil: wir bauen mehr Netzversorgung in kürzerer Zeit zu niedrigeren Kosten auf", erklärte E-Plus Vorstandschef Uwe Bergheim. Vor allem E-Plus habe bei der Regulierungsbehörde auf Kooperationsmöglichkeiten gedrängt, da ein Wettbewerb über den Netzaufbau allein nicht mehr zeitgemäß sei. "Die Kooperation ist optimal für uns und erhöht unsere Erfolgschancen im neuen UMTS-Markt deutlich", teilte der Vorstandschef der Group 3G, Ernst-E. Folgmann mit.

Gespräche für Erweiterung der Allianz laufen bereits

Für eine mögliche Erweiterung der Allianz laufen bereits Sondierungen. "Es gibt Gespräche mit Dritten", sagte ein Sprecher.

Das Zusammengehen von E-Plus und Group3G ist die zweite vereinbarte UMTS-Partnerschaft. Vor einiger Zeit hatten bereits die Deutsche Telekom AG in Bonn und die British Telecom eine Kooperation beim Netzaufbau vereinbart. Noch unegbunden sind die beiden anderen der sechs UMTS-Lizenzinhaber, Vodafone und MobilCom.

n den letzten Tagen waren Spekulationen über eine Fusion von E-Plus mit der am Neuen Markt gelisteten Mobilcom aufgekommen. Als eine Variante war dabei ein Dreierbündnis mit der französischen Orange diskutiert worden. Demnach sollte Orange zunächst E-Plus kaufen und sich dann mit Mobilcom zusammenschließen. Der neue KPN-Vorstandschef Ad Scheepbouwer hatte dann am Montag klargestellt, E-Plus stehe nicht zum Verkauf. Die KPN hält 77,5 Prozent an E-Plus. Der niederländische Konzern war Ende Juni mit 22,8 Milliarden Euro verschuldet, weshalb E-Plus immer wieder als Übernahmekandidat ins Gespräch gekommen war.

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