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E-Plus stellt Festnetz-Einwahl ins Internet ein

Der Mobilfunkanbieter E-Plus wird künftig keine Festnetz-Einwahl ins Internet mehr anbieten und damit seine Aktivitäten als Festnetz-Provider einstellen.

rtr FRANKFURT. Ab 1. November werde den "einigen 10 000" Festnetz-Kunden ausschließlich eine mobile Einwahl ins Internet angeboten, teilte die deutsche Mobilfunktochter des niederländischen Telefonkonzerns KPN am Montag mit. Alle Zugänge des Internet-Angebots E-Plus Online blieben jedoch erhalten. Lediglich die Festnetz-Einwahlnummern 0192-192 und 0192-193 würden deaktiviert. Ferner habe E-Plus mit AOL eine Kooperation geschlossen, um den betroffenen Kunden einen "reibungslosen Übergang" zu einem anderen Provider zu ermöglichen. Die Kunden erhielten in den kommenden Wochen ein entsprechendes Angebot von AOL.

Wegen Wertminderungen auf die im August 2000 erworbene UMTS-Lizenz hatte der Mutterkonzern KPN im zweiten Quartal 2002 alleine 6,6 Mrd. Euro auf die deutsche Mobilfunktochter abschreiben müssen. E-Plus hatte als einer von sechs Bietern eine der jeweils mehr als acht Milliarden Euro teuren deutschen Lizenzen für den Mobilfunk der dritten Generation (3G) nach dem UMTS-Standard ersteigert.

Im Juli hatten die spanische Telefonica und die finnische Sonera ihrer deutschen Tochter Quam den Geldhahn zugedreht. Mit Quam zusammen wollte E-Plus den milliardenschweren Netzaufbau schultern.

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