E-Plus und Mobilcom schließen Erhöhung der SMS-Preise nicht aus: Vodafone und Quam planen keine Erhöhung der SMS-Gebühren

E-Plus und Mobilcom schließen Erhöhung der SMS-Preise nicht aus
Vodafone und Quam planen keine Erhöhung der SMS-Gebühren

Die Mobilfunkbetreiber Vodafone und Quam planen in Deutschland nach eigenen Angaben keine Anhebung der Gebühren für netzinterne Kurzmitteilungen (SMS) über das Handy. E-Plus und Mobilcom hingegen schließen Tariferhöhungen nicht aus.

spf/rtr/vwd DÜSSELDORF.

Wettbewerber T-Mobil will nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" ab Februar für Neukunden seine Gebühren für den SMS-Versand erhöhen. Auch der Mobilfunkbetreiber E-Plus schließt eine Erhöhung der SMS-Preise für Neukunden im Frühjahr nicht aus. Dann würden neue Euro-Tarife eingeführt, in deren Zuge auch die Preise für Kurznachrichten geändert werden könnten, sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Unternehmens am Montag. Die Gestaltung der Tarife sei noch offen. Für alle Bestandskunden blieben die SMS-Preise dauerhaft unverändert.

Auch Mobilcom zieht eine Preiserhöhung bei SMS offenbar in Erwägung. "Bei uns wird die Lage noch geprüft. Ich kann weder bestätigen noch verneinen, dass wir die SMS-Tarife erhöhen", so Mobilcom-Sprecher Andreas Kindt.

Mit Blick auf die neue Gebührenstruktur bei T-Mobil sagte der Vodafone-D2-Sprecher: "Da haben wir keinen Druck. Wir werden uns das erst einmal in Ruhe anschauen."

Auch bei Quam blieben die Preise stabil, versicherte Sprecher Matthias Andreesen. "Bei uns sind keine Preiserhöhungen geplant", so Andreesen.

Bei Debitel zahlen Neukunden bereits seit Mitte Januar ein Drittel mehr für ihre SMS als Altkunden. "Für Bestandskunden bleibt alles beim Alten", betonte Debitel-Sprecherin Elke Schwarzer.

Der Mobilfunkanbieter Viag Interkom hatte zuvor bereits seine SMS-Gebühren für Geschäftskunden erhöht. Preiserhöhungen für Privatkunden seien nicht mehr auszuschließen, sagte Viag-Interkom-Chef Rudolf Gröger.

Politiker verschiedener Parteien hatten am Wochenende die Pläne der Telekom-Tochter zum Teil scharf kritisiert. SMS-Mitteilungen sind besonders bei Jugendlichen ein beliebtes Kommunikationsmittel.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hält derzeit ein Eingreifen auf dem Markt für SMS-Kurznachrichten nicht für notwendig. Dieser werde wie der Mobilfunksektor insgesamt als Markt mit Wettbewerb angesehen, da die Verbraucher die Auswahl unter mehreren Anbietern hätten, sagte ein Sprecher der Behörde am Montag. Sollten allerdings die SMS-Preise auf breiter Front in die Höhe schießen, müsste sich der Regulierer das genauer ansehen. Beobachtet werde der SMS-Markt bereits jetzt.

Nach den Telekom-Plänen, über die das Magazin "Focus" berichtete, soll die Preiserhöhung für die Mobilfunkverträge der Typen "Telly Smile", "Telly Active" und "Telly Profi" gelten und sich einheitlich auf einen SMS-Preis von 19 Cent belaufen. Neukunden wolle die Telekom bisherige "Telly"-Tarife mit günstigerem SMS-Versand nicht mehr anbieten.

Bei Vodafone D2 stieg nach früheren Angaben auch dank des Booms bei SMS-Nachrichten über Handys der Anteil der Daten- und Nachrichtendienste am Umsatz mittlerweile auf 15 %. In ein bis zwei Jahren soll der Anteil den Angaben nach auf über 20 % wachsen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%