E-Protest gegen Irak-Angriff
US-Kriegsgegner planen virtuellen Marsch auf Washington

Mit Anrufen, Fax-Sendungen und E-Mails wollen amerikanische Anti-Kriegs-Gruppen einen Tag lang den US-Senat in Washington lahm legen.

kup WASHINGTON. Mit einer außergewöhnlichen Protestform wollen US-amerikanische Kriegsgegner in der kommenden Woche das politische Leben in Washington zum Erliegen bringen. Eine Vereinigung von Nicht-Regierungsorganisationen plant eine "virtuellen Marsch auf Washington", heißt es in einer Mitteilung der Initiative. Die Protestierer wollen mit einer Flut von Anrufen, Fax-Sendungen und E-Mails an jedes einzelne Mitglied des US-Senates die Leitungen in der Machtzentrale der Hauptstadt blockieren.

Von morgens 9 Uhr bis nachmittags um 17 Uhr sollen die Politiker am kommenden Mittwoch auf Trab gebracht werden. Die Organisatoren hoffen auf einen Anruf je Minute - und je Senator. Freiwillige sollen sich auf einer Website für die Teilnahme an der Aktion melden, heißt es in dem Aufruf.

"Vergangenes Wochenende marschierten wir durch die Straßen", wird der ehemalige Kongressabgeordnete Tom Andrews zitiert, "am 26. Februar lassen wir unsere Finger den Marsch tun." Zu den Unterstützern der Initiative gehört auch der Schauspieler Martin Sheen, der in der US-Fernsehserie "West Wing" den US-Präsidenten mimt. Auch kirchliche Gruppen beteiligen sich. Der Aktionstag sei "ein Tag des Betens und des Faxens", heißt es.

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