E-Trade Bank zahlt 100 Millionen Euro
"Deutsche" trennt sich von Teilen des US-Geschäftes

Josef Ackermann räumt weiter auf bei der Deutschen Bank. Wie gestern bekannt wurde, wird das Konsumentenkreditgeschäft der Deutsche Financial Services (DFS) in den USA veräußert. Käufer ist die E Bank, -Trade eine Tochter des zweitgrößten US-Online-Brokers E Group. -Trade Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet und die Transaktion soll noch vor Jahresende abgeschlossen sein, teilte die Deutsche Bank mit. Der genaue Termin hänge von der Zustimmung der Aufsichtsbehörden ab.

po FRANKFURT/M. In der verkauften Ganis Credit Corp. sind Kredite an Privatkunden zur Finanzierung von Wohnmobilen und Motorbooten gebündelt. Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 100 Mill. US-Dollar. Davon wird allerdings lediglich ein kleiner Teil in der Gewinn- und Verlustrechnung der Deutschen Bank hängen bleiben. Die Beteiligung an DFS wurden von der Deutschen Bank im zweiten Quartal bereits teilweise abgeschrieben. Die rund 250 von der Transaktion betroffenen Mitarbeiter wechseln zu E-Trade. Die E Bank-Trade erhält durch die Übernahme ein Netto-Forderungsvolumen von 1,75 Mrd. US-Dollar.

Damit setzt Ackermann, der seit Mai an der Spitze der Deutschen Bank steht, die Politik der Konzentration auf Kernaktivitäten fort. Bereits Mitte September 2002 wurden die gewerblichen Lager- und Absatzfinanzierungsaktivitäten der US- Leasing-Tochter DFS an den General Electric-Ableger GE Commercial Financial verkauft.

Darüber hinaus hat sich die Deutsche Bank im laufenden Jahr von zahlreichen Beteiligungen, darunter Münchener Rück, Allianz, Deutsche Börse und Continental, sowie dem ausländischen Wertpapierverwahrgeschäft, dem Privatkundengeschäft in Frankreich, dem Versicherungsgeschäft und der passiven Vermögensverwaltung getrennt. Die IT-Abteilung wird bis Anfang kommenden Jahres an IBM ausgelagert, das Private-Equity-Geschäft wahrscheinlich an das Management der Gesellschaft verkauft.

Insgesamt winkt der Deutschen Bank durch die Maßnahmen ein außerordentlicher Ertrag in Milliardenhöhe. Bis zu 8 000 Mitarbeiter sind durch die Konzentration auf Kerngeschäftsfelder zusätzlich zu dem angekündigten Abbau von gut 14 000 Stellen betroffen. Ackermann will durch die klare Fokussierung des Geschäftsmodell die Erträge steigern, vor allem die angelsächsischen Analysten überzeugen und so den Kurs der Deutsche-Bank- Aktie wieder in die Höhe bringen.

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