EADS bekräftigt trotz Krise eigene Ziele
Iberia ordert weniger Airbus-Jets als geplant

Die spanische Fluggesellschaft Iberia hat bei Airbus fünf Flugzeuge vom Modell A340-600 und damit zunächst vier weniger als ursprünglich angekündigt bestellt. Unterdessen bekräftigte der im MDax gelistete Airbus-Mutterkonzern EADS das Auslieferungsziel von 300 Flugzeugen für das laufende Jahr.

Reuters PARIS/KÖLN. Airbus teilte am Mittwoch in Paris mit, Iberia habe neben den fünf festen Aufträgen weitere sieben Optionen auf Maschinen des gleichen Typs vereinbart. Ende Januar hatte die spanische Airline noch erklärt, sie plane den Kauf von neun A340-600 zuzüglich drei Optionen. Airbus zufolge sollen die fünf nun georderten Maschinen in den Jahren 2004 bis 2006 ausgeliefert werden.

Sowohl Airbus als auch Iberia erklärten, die Differenz gegenüber den Ankündigungen vom Januar erkläre sich dadurch, dass in den neun geplanten Bestellungen zwei Flugzeuge der Leasingfirma ILFC enthalten gewesen seien. Diese hätten sich aber bereits in den Auftragsbüchern von Airbus befunden. Zudem würden zwei der sieben Optionen zügig ebenfalls in feste Bestellungen umgewandelt. "Wir halten an neun Bestellungen fest", sagte ein Iberia-Sprecher.

Trotz des Irak-Kriegs und angekündigter Kapazitätssenkungen mehrerer Airlines bekräftigte die EADS unterdessen ihr Ziel, im laufenden Jahr 300 Airbus-Flugzeuge zu verkaufen. Rainer Hertrich, Co-Vorstandschef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns, sagte am Mittwoch in Köln: "Es gibt keinen Grund, die Prognose von 300 Flugzeugen zu reduzieren."

Erst vor einer Woche hatte der Airbus-Kunde Air France vor sinkenden Gewinnen gewarnt und erklärt, man plane wegen des schwachen Marktumfelds die Auslieferung von sieben Airbus-Maschinen zu verschieben. Die EADS-Tochter hatte daraufhin erklärt, die womöglich betroffenen Jets seien ohnehin erst für Anfang 2004 terminiert. Hertrich ergänzte am Mittwoch, die EADS stehe ständig im Gespräch mit Air France und habe in ihrer Schätzung bereits einige mögliche Abbestellungen berücksichtigt. "Unsere Prognose ist konservativ", sagte er.

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