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EADS-Chef Camus strebt Verlängerung seines Mandats an - Bald Entscheid zu A350

Der Chef des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS strebt bei der anstehenden Neuwahl der Doppelspitze im kommenden Jahr eine Verlängerung seines Mandats an. "Ich will weitermachen", sagte der Manager am Mittwoch in Bordeaux.

dpa-afx BORDEAUX. Der Chef des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS strebt bei der anstehenden Neuwahl der Doppelspitze im kommenden Jahr eine Verlängerung seines Mandats an. "Ich will weitermachen", sagte der Manager am Mittwoch in Bordeaux. In den Medien war zuvor darüber spekuliert worden, dass Camus von dem derzeitigen Chef der EADS-Tochter Airbus, Noel Forgeard abgelöst werden könnte.

Dabei werde die Diskussion um die Erbfolge auf höchster politischer Ebene ausgetragen, hieß es. Forgeard gilt als Mann des französischen Präsidenten Jacques Chirac. Camus verweigerte am Mittwoch auf die Frage nach einem möglichen Nachfolger eine Stellungnahme. Im kommenden Frühsommer laufen die Mandate der gleichberechtigten EADS-Chefs Philippe Camus (Frankreich) und Rainer Hertrich (Deutschland). Befragt nach der künftigen Führungsstruktur im Konzern nach seinem Abgang im kommenden Juli sagte Camus, es sei lediglich eine Option, die Hierarchie mit zwei gleichberechtigen Konzernlenkern beizubehalten.

Wie Camus weiter ankündigte, will EADS "schon bald" eine Entscheidung über den Bau des Langstreckenjets A350 bei der Tochter Airbus entscheiden. Das Projekt werde genau so wie einige andere "gute Projekte" derzeit unter die Lupe genommen, sagte der Manager. Er sei aber in jedem Fall dafür, ein neues Konkurrenzmodell für die Boeing 7E7 auf den Markt zu bringen. Am Vortag wurde bekannt, dass der EADS-Aufsichtsrat in der kommenden Woche über das neue Modell für 250 Passagiere entscheiden will.

Unterdessen erteilte Camus Spekulationen über eine geplante Fusion mit dem französischen Rüstungskonzern Thales erneut eine Absage. Dies stehe zur Zeit nicht "auf der Agenda" und die Bedingungen seien derzeit "nicht die richtigen", wiederholte er frühere Aussagen. Camus zeigte sich gleichwohl zu Gesprächen mit Thales bereit. So untersuche Thales-Chef Denis Ranque derzeit "mehrere Optionen". Eine davon sei, mit EADS darüber zu sprechen, "was getan werden kann". Nach Medienberichten hatte es vor knapp zwei Wochen Planspiele in der französischen Regierung über ein Angebot von EADS für Thales gegeben. Beide Konzerne haben aber bisher abweisend reagiert.

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