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Eads hebt wie erwartet 2004er-Prognosen an - Aktie rutscht ins Minus

(dpa-AFX) München - Der weltweit zweitgrößte Raumfahrt-, Luftfahrt- und Rüstungskonzern Eads < Pead.PSE > < EAD.ETR > hat nach einem kräftigen Gewinn- und Umsatzplus im ersten Halbjahr die Prognosen für 2004 erhöht. Analysten hatten mit einer Anhebung gerechnet. Bereits am Mittwoch hatte der Branchenpriums Boeing < BA.NYS > < BCO.FSE > seine Gewinnziele für 2004 und 2005 angehoben, die Umsatzziele jedoch nur bestätigt.

(dpa-AFX) München - Der weltweit zweitgrößte Raumfahrt-, Luftfahrt- und Rüstungskonzern Eads < Pead.PSE > < EAD.ETR > hat nach einem kräftigen Gewinn- und Umsatzplus im ersten Halbjahr die Prognosen für 2004 erhöht. Analysten hatten mit einer Anhebung gerechnet. Bereits am Mittwoch hatte der Branchenpriums Boeing < BA.NYS > < BCO.FSE > seine Gewinnziele für 2004 und 2005 angehoben, die Umsatzziele jedoch nur bestätigt.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Firmenwertabschreibungen und Sonderposten soll im Jahresvergleich von 1,54 auf 2,1 Milliarden Euro um gut ein Drittel zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Bisher hatte Eads 1,93 Milliarden Euro prognostiziert. Das Umsatzziel liege jetzt bei 30 bis 31 Milliarden anstatt zuvor 29 Milliarden Euro. Bisher war der Konzern von bestenfalls stabilen Erlösen ausgegangen. Die im Mdax < Mdax.ETR > notierte Unternehmen notierte um 11.00 Uhr leicht im Plus.

Stärkste Gewinnimpulse Kamen VON Airbus

Bis Ende Juni profitierte der Konzern bereits vom Ende der Branchenkrise. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 12 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie Firmenwertabschreibungen und Sonderposten legte um 66 Prozent auf 985 Millionen Euro zu. Der Gewinn betrug 387 Millionen Euro nach einem Vorjahresverlust von 66 Millionen Euro. Eads übertraf damit die Gewinnprognosen der von AFX News befragten Experten deutlich.

"Die stärksten Impulse für das Ebit-Wachstum kamen von den Bereichen Airbus und Raumfahrt. Das Wachstum in unserer Branche beschleunigt sich, und wir sind gut aufgestellt, um von dieser Entwicklung zu profitieren", erklärten die Eads-Chefs Philippe Camus und Rainer Hertrich. Insbesondere der Flugzeugbauer Airbus, an dem Eads zu 80 Prozent beteiligt ist, sei gut unterwegs. Die restlichen 20 Prozent hält die britische BAE Systems.

Der Bereich Raumfahrt habe schon Mitte des Jahres fast die Gewinnzone erreicht. Das Ergebnis des Segments Verteidigungs- und Sicherheitssysteme sei im zweiten Quartal durch die angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen belastet worden. Hier rechnet Eads mit einer Besserung im zweiten Halbjahr.

Airbus Wird 2004 Boeing Erstmals BEI Auslieferungen Übertreffen

Die angehobenen Ziele gehen vor allem auf höhere erwartete Ergebnisbeiträge aller Geschäftsbereiche außer Airbus im zweiten Halbjahr zurück. Gleichzeitig werden die Airbus-Auslieferungen nicht auf dem Niveau des ersten Halbjahres bleiben, und der Modellmix von Airbus-Flugzeugen wird bis zum Jahresende weniger vorteilhaft sein, mit einem geringeren Anteil der A330/A340-Familie", teilte Eads mit.

Nach der jüngsten Belebung der Nachfrage am Markt rechnet Airbus weiter damit, 2004 mindestens 305 Maschinen und somit mehr Flugzeuge als im Vorjahr auszuliefern. Sollte dieses Ziel erreicht werden und Boeing die angekündigten 285 Maschinen an die Kunden überstellen, überholt das europäische Unternehmen in diesem Jahr erstmals den US-Konkurrenten bei den Auslieferungen. In den nächsten Jahren sollen diese noch erheblich gesteigert werden. Im ersten Halbjahr 2004 konnte Airbus bereits 161 Flugzeuge an Kunden übergeben.

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