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EADS-Präsident mahnt zur Besonnenheit im Streit mit Boeing

Der Präsident des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS , Manfred Bischoff, hat im Handelsstreit zwischen den USA und der EU zur Besonnenheit aufgerufen.

dpa-afx HAMBURG. Der Präsident des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS , Manfred Bischoff, hat im Handelsstreit zwischen den USA und der EU zur Besonnenheit aufgerufen. Die Auswirkungen, die ein Handelskrieg auf die transatlantischen Beziehungen hätte, würden ihn beunruhigen, sagte er der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe). "Ich gehe davon aus, dass die EU klug genug ist, dafür zu sorgen, dass so wenig Porzellan wie möglich zerschlagen wird. Wir hoffen, dass nach den Wahlen in den USA auf amerikanischer Seite dieselbe Einstellung herrscht."

Vier Wochen vor der US-Präsidentenwahl war am Mittwoch der Streit um milliardenschwere Subventionen für die Flugzeugbauer Boeing und Airbus zu einem neuen Handelskonflikt zwischen den USA und der EU eskaliert. Beide Kontrahenten verklagen sich gegenseitig wegen der ihrer Ansicht nach unfairen Beihilfen vor der Welthandelsorganisation WTO.

EADS IST Einer DER Grössten Kunden DER US-Luftfahrtbranche

Handelskriege seien ein Ding der Vergangenheit, sagte Bischoff. Die Luftfahrtbranche sei immer globaler geworden, das Konzept nationaler Proukte trete immer stärker in den Hintergrund, sagte der Manager. "Mit Einkäufen für sechs Mrd. Dollar ist EADS einer der größten Kunden der US-Luftfahrtbranche. Airbus-Produkte enthalten mehr Amerikanisches als einige Boeing-Produkte."

Der Boeing-Konkurrent Airbus gehört zu 80 Prozent der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) und zu 20 Prozent der britischen BAE Systems Plc. .

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