EADS stehe nicht im Wettbewerb mit New Economy Firmen
EADS rechnet nicht mit schneller Aufnahme in den Dax

Vor der Fusion der Börsenplätze Frankfurt und London sei ein solcher Schritt wenig wahrscheinlich, meinte der EADS-Chef Rainer Hertrich.

dpa Oxford. Die European Aeronautics Defense and Space Company NV (EADS) rechnet nicht mit einer kurzfristigen Aufnahme in den Deutschen Aktienindex Dax. Vor der Fusion der Börsenplätze Frankfurt und London sei ein solcher Schritt wenig wahrscheinlich, sagte der EADS-Chef Rainer Hertrich in Oxford.

Der Co-Vorsitzende Philippe Camus wertete den Börsengang als verfrüht, aber nötig, um dem Markt die Dynamik des Konzerns zu zeigen. Die Fusion von DASA, CASA und Aerospatiale Matra zur EADS war erst mit dem Börsengang vor knapp zwei Wochen wirksam geworden. «Wir mussten jetzt fusionieren, um den Staatsanteil von Deutschland und Frankreich unter 30 Prozent zu drücken», sagte Hertrich.

Hertrich widersprach dem Leiter des Geschäftsbereich Defense und Civile Systems (DCS), Thomas Enders, der die EADS-Aktie im Wettbewerb mit Aktien der «New Economy» gesehen hatte. «Wir sind nicht vergleichbar mit der New Economy», sagte Hertrich. EADS müsse an anderen Luft- und Raumfahrtfirmen gemessen werden. Camus äußerte die Ansicht, der Kurs werde sich von seinem Ausgabepreis entfernen, sobald der Markt das Unternehmen besser kennen gelernt habe. Viele sahen im Großflugzeug A3XX die Risiken und weniger die Chancen. Dabei habe EADS trotz der Entwicklungskosten eine Gewinnspanne von acht Prozent und ohne das A3XX-Projekt von zehn Prozent. 1999 kamen die EADS-Firmen auf gemeinsam 22,6 Milliarden Euro Umsatz und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 1,4 Milliarden Euro.

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