"Earnings before interests and taxes"
Börsen ABC: EBIT

Ein gerade unter Wertpapierspezialisten vielverwendeter Begriff ist das EBIT. Diese Abkürzung steht für "Earnings before interests and taxes" und ist der Jahresüberschuss eines Unternehmens vor Abzug von Schuldzinsen, Steuern sowie dem Verrechnen des außerordentlichen Ergebnisses.

ddp FRANKFURT/MAIN. Mit diesem EBIT werden bewusst Positionen aus dem Ergebnis herausgerechnet, die möglicherweise den Einblick in die geschäftliche Situation einer Gesellschaft verzerren beziehungsweise dazu führen, dass bei einem Vergleich von zwei Unternehmen das eine unberechtigterweise wesentlich besser oder auch schlechter aussieht als das andere.

Dazu ein Beispiel in Bezug auf die Zinszahlungen eines Unternehmens: Ein stärker verschuldetes Unternehmen leistet höhere Zinszahlungen als ein anderes, überwiegend mit Eigenkapital finanziertes Unternehmen. In der Ertragsgröße "Jahresüberschuss", wie sie aktienrechtlich vorgeschrieben ist, werden diese Zinszahlungen natürlich berücksichtigt, das heißt sie führen zu einer Verminderung des Jahresüberschusses. Bei dem stärker mit Eigenkapital finanzierten Unternehmen, das den gleichen Ertrag aus seinen Geschäften erzielt hat, wird dementsprechend der Jahresüberschuss nicht oder nicht so deutlich über Zinsaufwendungen verringert. Dieses Unternehmen scheint also in seinen Geschäften wesentlich erfolgreicher zu sein als das andere, obwohl sie rein operativ in ihren Transaktionen das gleiche hereinholen.

Die Größe EBIT soll eine bessere beziehungsweise eine weitere, eine andere Vergleichskennzahl abgeben als zum Beispiel der aktienrechtliche Jahresüberschuss. Grundanliegen ist, besser vergleichbare Zahlen und Kennziffern zur Beurteilung der wirklichen operativen Ertragskraft von Unternehmen an die Hand zu bekommen und damit dann bessere Anlageentscheidungen treffen zu können, betont das Deutsche Aktieninstitut (DAI).

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