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Eastman Kodak steigert Quartalsgewinn - Sparplan wird beschleunigtDPA-Datum: 2004-07-21 15:15:16

(dpa-AFX) NEW York - Der Umbauplan des US-Fotokonzerns Eastman Kodak < EK.NYS > < KOD.ETR > kommt in Gang und zeigt Wirkung. Der Konzern, der Anfang des Jahres einen Abbau von etwa 20 Prozent der Stellen angekündigt hatte, verbesserte sein Ergebnis im zweiten Quartal deutlich. Damit lag das Unternehmen weit über den eigenen Erwartungen sowie den Prognosen der Analysten. Angeschoben durch das Quartalsergebnis hob Eastman Kodak seine Prognose für das Gesamtjahr an. Gleichzeitig kündigte der Konzern eine Beschleunigung seines Kostensenkungsprogramms an. Die Aktien des Fotokonzerns stiegen zuletzt im vorbörslichen Handel um 7,26 Prozent auf 26,60 Dollar.

(dpa-AFX) NEW York - Der Umbauplan des US-Fotokonzerns Eastman Kodak < EK.NYS > < KOD.ETR > kommt in Gang und zeigt Wirkung. Der Konzern, der Anfang des Jahres einen Abbau von etwa 20 Prozent der Stellen angekündigt hatte, verbesserte sein Ergebnis im zweiten Quartal deutlich. Damit lag das Unternehmen weit über den eigenen Erwartungen sowie den Prognosen der Analysten. Angeschoben durch das Quartalsergebnis hob Eastman Kodak seine Prognose für das Gesamtjahr an. Gleichzeitig kündigte der Konzern eine Beschleunigung seines Kostensenkungsprogramms an. Die Aktien des Fotokonzerns stiegen zuletzt im vorbörslichen Handel um 7,26 Prozent auf 26,60 Dollar.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit einem operativen Gewinn zwischen 2,39 und 2,69 Dollar je Aktie. Zuvor war Kodak noch von 2,15 bis 2,45 Dollar je Aktie ausgegangen. Auf Gaap-Basis gab Eastman Kodak einen Wert zwischen 2,35 bis 2,65 Dollar an. Von First-Call befragte Analysten hatten im Durchschnitt bisher mit 2,20 Dollar gerechnet.

Im zweiten Quartal hatte der Konzern seinen Gewinn von 112 Millionen oder 0,39 Dollar je Aktie auf 154 Millionen oder 0,54 Dollar gesteigert. Hier sei zudem der Beitrag von 0,04 Dollar durch die Tochter Remote Sensing Systems einberechnet, die Eastman Kodak an ITT Industries verkaufen will. Der Umsatz kletterte um 6 Prozent von 3,26 auf 3,47 Milliarden Dollar.

Prognosen Übertroffen

Ohne die negativen Sondereinflüsse der zuvor angekündigten Kostensenkungen und anderer nicht-operativer Posten hätte das Ergebnis 253 Millionen Dollar oder 0,88 Dollar je Aktie betragen. Eastman Kodak hatte zuvor einen Wert zwischen 0,55 und 0,65 Dollar angekündigt. Analysten hatten durchschnittlich mit 0,59 Dollar gerechnet. Seit Jahresende 2003 habe der Konzern seine Verschuldung weiter zurückfahren können, und zwar um 208 Millionen auf 3,04 Milliarden Dollar zum Ende des zweiten Quartals, hieß es weiter.

Ausblick Zweites Halbjahr - Stellenabbau

Für das zweite Halbjahr rechnet der Konzern mit einem operativen Gewinn zwischen 1,25 und 1,55 Dollar je Aktie - auf Gaap-Basis solle er zwischen 1,71 und 2,01 Dollar betragen.

Kodak werde das im Januar angekündigte Kostensenkungsprogramm weiter beschleunigen, kündigte Präsident Antonio Perez an. Von den damals angekündigten 2.500 bis 3.500 Stellen, die allein in diesem Jahr abgebaut werden sollten, seien im zweiten Quartal 2.700 Stellen weggefallen. Für den Rest des Jahres sei nun ein weiterer Abbau von 800 bis 1.300 Stellen anvisiert, wodurch sich der Abbau über das bisher angekündigte Maß erhöhen würde. Laut dem Januar-Programm sollen weltweit bis zum Jahr 2006 12.000 bis 15.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Carp Zufrieden - 'Richtiger WEG'

"Wir haben im zweiten Quartal ein solides Ergebnisplus präsentieren können", sagte Unternehmenschef Daniel Carp. Das bestätigt uns darin, dass wir mit unserer neuen auf die Digitaltechnik ausgerichteten Strategie auf dem richtigen Weg sind."

Kodak war nach sinkenden Ergebnissen erst relativ spät auf den Zug der Digitaltechnologie aufgesprungen. Im Januar hatte der Konzern seinen radikalen Stellenabbau und eine Konzentration auf das Digitalgeschäft angekündigt. Bereits im zweiten Quartal habe das Geschäft mit digitalen Produkten und Diensten seinen Umsatz um 48 Prozent gesteigert damit den Umsatzrückgang im traditionellen Geschäft (minus 8%) wettgemacht, hieß es weiter.

Nach Angaben von Präsident Perez zeichnet sich inzwischen ein weitaus deutlicherer Nachfragerückgang in der Analogfotografie ab, als Eastman Kodak am Anfang des Jahres noch erwartet habe. "Wir gehen nun davon aus, dass der weltweite Markt in diesem Jahr zwischen 10 und 12 Prozent zurückgehen wird, und nicht um 7 bis 9, wie wir vorher prognostiziert hatten."

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