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Ebay-Aktie profitiert von positiven Kommentaren

Die Sorge vor weiterhin rückläufigen Unternehmensgewinnen dürfte am Donnerstag das Börsengeschehen dominieren.

NEW YORK. Notenbankchef Alan Greenspan hatte am Dienstag mit Aussagen zur weiteren Entwicklung der US-Wirtschaft eine Verkaufswelle an New Yorks Aktienmärkten ausgelöst. "Übertriebene Reaktion" dachten sich am Mittwoch einige Anleger und gingen auf Schnäppchenjagd. Sowohl Dow Jones als auch Nasdaq Index konnten einen Teil der Dienstagsverluste wieder gut machen.

Am Morgen deuten die Futures bisher auf einen knapp behaupteten Handelsstart. Der S&P 500 Future notiert am Morgen mit vier Punkten leicht im Minus. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq liegt mit einem Punkt im positive Terrain. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten können den Markt nicht mit positiven Impulsen unterstützen. Die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stieg in der vergangenen Woche um 8000 auf insgesamt 393 000 Anträge. Zudem schürt Finanzanalyst Thomas Financial /First Call mit verhaltenen Prognosen am Morgen die Sorge um weiterhin rückläufige Unternehmensgewinne. Nach Prognosen des Instituts sollen die Unternehmensgewinne im laufenden dritten Quartal um 13,2 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahreszeitraum. Noch im April hatten die Experten einen Anstieg der Unternehmensergebnisse um 1,6 Prozent prognostiziert.

Scheinbar zufrieden zeigen sich die Marktteilnehmer am Morgen mit den Quartalsdaten von Discounteinzelhändler Kmart. Der Einzelhandelskonzern kann die durchschnittlichen Analystenerwartungen für das zweite Quartal mit einem Verlust von vier Cents pro Aktie erfüllen. Der Umsatz fiel gegenüber dem Vorjahr leicht von neun Milliarden Dollar auf 8,92 Milliarden Dollar. Das Ergebnis belastet unter anderem die 80-Millionen-Dollar Übernahme von Onlinehändler Bluelight.com. Die Aktie von Kmart notiert vorbörslich mit 0,7 Prozent im Plus.

Krispy Kreme Doughnuts erfreut die Anleger dagegen mit überraschend guten Quartalszahlen und legt im ausserbörslichen Handel fast sechs Prozent an Wert zu. Der Hersteller von Dounuts und anderer süßer Backwaren hat im vergangenen Quartal einen Gewinn von zehn Cents pro Aktie erwirtschaftet. Damit übertrifft Krispy Kreme die Erwartungen der Analysten um einen Cent pro Papier. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr von 40 Cents auf 42 Cents pro Aktie.

Zu den vorbörslich am meisten gehandelten Aktien gehört die Aktie von Ciena . Das Papier legt über zehn Prozent an Wert zu, nachdem bekannt wurde, dass die Aktie des Glasfaserkonzerns künftig den Platz von American General, einem Versicherungsunternehmen, im S&P 500 Index einnehmen wird. American Generals Platz wird von Konkurrent American International Group übernommen. Doch damit nicht genug. Auch SBC Communications freut sich über die Übernahme von American General. Der zweitgrößte US-Anbieter von Ortsgesprächen wird American Generals Platz im S&P 100 Index übernehmen.

Zu den größten Verlierern gehört am Morgen die Aktie von Synopsys. Der zweitgrößte Hersteller von Software zur Entwicklung von Computerchips muss im dritten Quartal einen Gewinneinbruch von 65 Prozent verkraften. Für das laufende Quartals rechnet die Unternehmensleitung mit einem Ergebnis, dass knapp unter den Erwartungen ausfallen dürfte. Statt des ursprünglich prognostizierten Gewinns von 40 Cents pro Aktie soll das Ergebnis nun zwischen 34 und 39 Cents liegen. Die Aktie verliert vorbörslich bis zu zwölf Prozent.

Die Aktie von Internetauktionshaus Ebay profitiert vor Klingeln der Eröffnungsglocke von positiven Kommentaren von Goldman Sachs und notiert zwei Prozent stärker. Bei Ebay ist noch mehr drin, so die Aussage der Aktienexperten. Über die Nachfrage und damit Einnahmenentwicklung brauche sich das Unternehmen in den USA keine Sorgen zu machen. Gut entwickelt habe sich neben den Auktionen auch das neue Modell, bei dem Waren zu Festpreisen vermittelt werden. Goldman Sachs hebt die Gewinnerwartungen für das laufende dritte Quartal von zehn auf elf Cents pro Aktie an. Der Umsatz dürfte nun 193 Millionen statt 187 Millionen Dollar betragen.

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