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Ebay vor Geschäften mit 11.September gewarnt

Der Internet-Auktionator dürfe keine Geschäfte mit Gegenständen machen, die mit den Terroranschlägen zu tun haben, meint die Stadt New York. Sie nannte unter anderem staubbedeckte Stiefel, die angeblich am Unglücksort getragen wurden.

rtr NEW YORK. Die Stadt New York hat den Internet-Auktionator Ebay gewarnt, mit Gegenständen ein Geschäft zu machen, die das Gedenken an die Anschlagsopfer vom 11. September beschädigen könnten.Der New Yorker Chefanwalt Michael Cardozo forderte Ebay am Donnerstag in einem Brief auf, dies zu unterlassen. Es sei moralisch verwerflich und rechtlich fragwürdig solche Teile in Verbindung mit den Anschlägen zu verkaufen.

Cardozo nannte Anstecknadeln zum 11. September, T-Shirts mit dem Abzeichen der New Yorker Feuerwehr, Audio-Kassetten der Rettungseinsätze sowie ein Paar staubbedeckte Stiefel, die angeblich am Unglücksort, dem "Ground Zero", getragen worden seien.

Ebay-Sprecher Henry Gomez zeigte sich verwundert über den Brief der Stadt. Die Firma lasse keine Gegenstände zur Auktion zu, die gegen ein Warenzeichen verstießen, Material vom Tatort zeigten oder ungesetzlich seien.

Viele der Stücke seien "unverhohlene Versuche, vom Massenmord zu profitieren, schrieb Cardozo. Dazu gehöre eine Tonaufnahme der Rettungseinsätze, die angeblich Aufnahmen enthalte, über die in Hörfunk- oder Fernsehberichten nie gesprochen worden sei.

"Die Stadt muss ein wenig mit uns zusammenarbeiten", sagte Gomez. "Wir unterstützen grundsätzlich das Anliegen der Stadt (...) Wir haben sehr genaue Regeln, die viele der Punkte betreffen, die auch die Stadt anspricht." Nach den Anschlägen vom 11. September hatte Ebay den Verkauf von Gegenständen zum World Trade Center und dem US-Verteidigungsministeriums bis Ende 2001 verboten. Seit Beginn des Jahres habe Ebay ausgewählte Stücke zugelassen, sagte Gomez.

Zwei entführte Passagierflugzeuge waren am 11. September 2001 in die Türme des World Trade Center in New York gelenkt worden. Ein drittes Flugzeug stürzte in das US-Verteidigungsministerium bei Washington. Bei den Anschlägen kamen rund 3000 Menschen ums Leben.

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