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Eberhard wird DTB-Sportdirektor - Rittner Fedcup-Chefin

Mit Sportdirektor Klaus Eberhard an der Spitze der neu strukturierten Profiabteilung will der Deutsche Tennis Bund (DTB) den Weg aus der Zweitklassigkeit finden.

dpa HAMBURG. Mit Sportdirektor Klaus Eberhard an der Spitze der neu strukturierten Profiabteilung will der Deutsche Tennis Bund (DTB) den Weg aus der Zweitklassigkeit finden.

Der bisherige Fedcup-Kapitän, der seit sechs Jahren als Bundestrainer in Diensten des DTB steht, wird am 1. Januar in diese neu geschaffene Stelle wechseln. Diesen Beschluss des Präsidiums teilte der Verband in Hamburg mit. Neue Fedcup-Chefin wird Barbara Rittner. Die 31-Jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag und beendete damit nach 15 Jahren auf der Tennis-Tour ihre Karriere. Patrik Kühnen hat seinen Vertrag als Daviscup-Kapitän um zwei Jahre verlängert.

"Bei Klaus Eberhard werden alle Aufgaben vom Jugendlichen bis zum Profi gebündelt. Ich bin mir sicher, dass er mit seiner großen Erfahrung das Zeug dafür hat, dieses anspruchsvolle Amt auszufüllen und die sportliche Zukunft des DTB erfolgreich zu gestalten", sagte DTB-Präsident Georg von Waldenfels. Ins Aufgabenfeld des früheren Daviscup-Spielers fällt die personelle, finanzielle und organisatorische Verantwortung für den gesamten Sportbereich. Dazu gehören die Nachwuchsförderung, aber auch Doping oder Olympia.

"Ich freue mich auf die Aufgabe und bin mir sicher, dass wir auch weiterhin gut zusammen arbeiten werden", sagte der 47-Jährige Eberhard, der weiterhin bei seiner Familie in Berlin wohnen wird. "Aber ich bin natürlich sehr oft in Hamburg."

"Ich möchte, dass wieder Feuer im Team ist. Wir wollen den Karren wieder aus dem Dreck holen", sagte die zuletzt beste Fedcup-Spielerin Barbara Rittner, die 29 Fedcup-Matches bestritt und 1992 im siegreichen Team mit Steffi Graf und Anke Huber stand. Dafür soll sie die geforderte Zeit bekommen, denn von heute auf morgen ist das in der Zweiten Liga darbende deutsche Damen-Tennis nicht wach zu küssen. "Kurzfristig ist nur der Klassenerhalt realistisch, aber wir haben das Potenzial, irgendwann auch wieder aufzusteigen."

Den Weg aus der Zweiten Liga soll im Daviscup Patrik Kühnen bewerkstelligen. Der 38-Jährige scheiterte zwar im vorigen Monat mit der ersatzgeschwächten Mannschaft in der Relegation gegen die Slowakei, darf sich aber großen Rückhalts im DTB gewiss sein. "Er hat vor allem Harmonie ins Team gebracht", sagte von Waldenfels. Sowohl ihm als auch Rittner traut er nicht nur die Rückkehr ins Tennis- Oberhaus zu, sondern auch eine innovative Nachwuchsarbeit. "Beide werden eigenverantwortlich für ihren Bereich sein. Darüber hinaus gehört aber auch die Beratung des Sportdirektors zu ihren Aufgaben."

Die Einstellung eines Sportdirektors gilt im DTB als Signal für die lange geplante Strukturänderung hin zu einem professionell geführten Spitzenverband mit rund 1,9 Mill. Mitgliedern. "Wir haben einen ersten Schritt getan", erklärte von Waldenfels, nachdem er mit Rittner die letzte Personalie unter Dach und Fach gebracht hatte.

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