Ebit soll 2001 auf 3,2 Mill. Euro steigen
Camelot will durch Firmenzukäufe wachsen

Der Call-Center-Betreiber Camelot Tele-Communication AG, -Online München, will im laufenden Geschäftsjahr durch Firmenzukäufe und Beteiligungen bei Umsatz und Ergebnis weiter wachsen und seinen Kompetenz-Vorteil gegenüber Mitbewerbern stärker als bislang ausbauen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern blieb mit 0,6 Mill. Euro allerdings hinter den Erwartungen zurück.

vwd MÜNCHEN. Camelot werde sich von einem bislang üblichen Call Center für den telefonischen Kundendialog zu einem Kundenzentrum für Customer Relationship Management (CRM) mit multimedialen Kommunikationsmöglichkeiten entwickeln, sagte der Vorstandsvorsitzende, Thomas Zacharias, am Donnerstag in München. Bis Mitte des laufenden Jahres sei die Beteiligung an einer Unternehmensberatung geplant, so Zacharias. Mit dieser Beteiligung werde Camelot künftige Kunden umfassender bei der Abwicklung von Aufträgen beraten können und dadurch einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Zudem sei nach der Anfang 2001 erfolgten Übernahme des Softwareunternehmens Orange Bees "mindestens eine weitere Beteiligung" im Bereich Software im laufenden Jahr geplant. Auch die Übernahme eines Wettbewerbers oder den Erwerb einer Beteiligung an ihm wollte Zacharias nicht ausschließen. Insgesamt sei Camelot mit drei Unternehmen seit Monaten im Gespräch, sagte Zacharias. Mit dem Verbund von Unternehmensberatung, Programmierung und Call Centern will Camelot Kunden komplette Kommunikationslösungen anbieten.

Ergebnis blieb hinter Erwartungen zurück

Im Geschäftsjahr 2000 hatte Camelot den Angaben vom Donnerstag zufolge ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 0,6 Mill. Euro erwirtschaftet und war damit hinter den ursprünglichen Planungen zum Börsengang im Oktober vergangenen Jahres von 1,7 Mill. Euro zurückgeblieben. Das Ergebnis pro Aktie lag bei 0,13 Euro.

Der Umsatz blieb dagegen mit 14,9 Mill. Euro nur knapp unter den Erwartungen von 15,3 Mill. Euro. Die Liquidität beläuft sich auf 19,4 Mill. Euro. Die Eigenkapitalquote liegt den Angaben zufolge bei 90,5 %. Für das Zurückbleiben hinter den eigenen Erwartungen machte Zacharias vor allem das vierte Quartal 2000 verantwortlich, als zwei Großkunden ihre Aufträge reduzierten.
Bei einem Kunden habe sich die komplette Werbekampagne für das Weihnachtsgeschäft als Flop herausgestellt. Allerdings habe Camelot in den beiden letzten Quartalen 2000 insgesamt 19 Neukunden gewinnen können.

Ebit soll 2001 auf 3,2 Mill. Euro steigen

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 3,2 Mill. Euro. Ein Jahr später will Camelot das Ebit auf 7,3 Mill. Euro und 2003 dann auf 11,2 Mill. Euro steigern.

Beim Umsatz rechnet Camelot im laufenden Jahr mit 30,9 Mill. Euro. Für 2002 prognostiziert das Unternehmen 44,5 Mill. Euro und 2003 60,5 Mill. Euro. Der Bereich Unternehmensberatung soll 2003 etwa 1,5 Mill. Euro zum Umsatz beisteuern, der Bereich Programmierung 4 Mill. bis 7 Mill. Euro, sagte Zacharias.

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