Ebit weiter negativ
Sonderprüfung bei Winter AG

Weiter keine Ruhe bei der Winter AG. Großaktionärin Susanne Winter beantragte am Mittwoch auf der Hauptversammlung des am Neuen Markt notierten Unternehmens eine Sonderprüfung.

jk DÜSSELDORF. Der Antrag wurde angenommen: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young soll klären, ob der Verdacht von Otto und Susanne Winter, bei der Winter AG gehe es nicht mit rechten Dingen zu, berechtigt ist. Damit geht die Schlammschlacht um die Winter AG in eine weitere Runde. Denn der Vorstand des am Neuen Markt notierte Chipkartenhersteller wird schon seit etwa einem Jahr von einem Teil des Winter-Clan attackiert. Stand der Dinge: Ein Prozeß wegen angeblichen Prospektsbetrugs beim Börsengang im Sommer 2000 gewann die AG. Momentan prozessiert sie noch gegen Aufsichtsratmitglied Friedrich Winter, Ehemann von Susanne Winter, und klagt von Susanne Winters österreichischem Unternehmen Winter Druckerzeugnisse fehlende Zahlungen in Höhe von 400 000 Euro ein. Derweil präsentierte Vorstandschef Gerhard Osterrieder die entgültigen Zahlen für das erste Quartal 2001. Man habe mit 10,5 Millionen Euro Umsatz einen leichten Zuwachs zu verzeichnen, bleibe beim Ebit aber weiter im roten Bereich. "Grund hierfür sind hohe Vorlaufkosten", erklärte der Vorstandsvorsitzende in einer Telefonkonferenz am Freitag. Man produziere derzeit die Rohlinge für die neuen Eurocheckkarten, die aber erst im dritten und vierten Quartal des Jahres ausgeliefert werden. Derzeit verzeichne die Winter AG ein Auftragsvolumen von 18 Millionen Euro für das Gesamtjahr. Osterrieder hofft, bis Ende Juni das Ergebnis der Sonderprüfung auf dem Tisch zu haben und damit auch den leidigen Streit mit Otto und Susanne Winter. Eine Entscheidung über die Abberufung von Friedrich Winter aus dem Aufsichtsrat werde dann ebenfalls vorliegen, habe man ihm bei Gericht versichert.

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