Echte Überzeugungskäufe blieben noch aus
Neuer Markt im Minus

Kursverluste an den US-Börsen haben die deutschen Hoffnungswerte am Dienstag erneut enttäuschen lassen. Bei geringen Umsätzen schloss der Nemax All Share nahe seines Tagestiefs um 1,46 % leichter bei 2 164,43 Zählern. Verluste der fünfzig größten Unternehmen am Neuen Markt ließen den Nemax 50 sogar um 2,70 % auf 2 021,52 Stellen nachgeben.

dpa/afx FRANKFURT. "Die Nasdaq versaut uns mal wieder das Geschäft", sagte ein rheinischer Händler, der trotz der Karnevalszeit arbeiten musste. Echte Überzeugungskäufe blieben noch aus. Solange es von den Unternehmen in den USA und in Deutschland regelmäßig schlechte Nachrichten gebe, werde sich die Situation an der Börse nicht ändern. "Da können sie (die Notenbanken) die Zinsen so viel senken wie sie wollen."

Einen kräftigen Aufschwung erlebten die Aktien der Biotech-Holding GeneScan , die sich um 11,97 % auf 26,20 Euro verteuerten. Die Nürnberger Schmidtbank hatte für die Aktien ihre Kaufempfehlung erneuert und ein Kursziel von "maximal 45 Euro" genannt.

Schwer lasteten die Verluste von Trintech auf dem Nemax 50. Um 35,82 % stürzte der Kurs auf 4,30 Euro nachdem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2000/01 seinen Verlust je Aktie von 0,31 auf 0,59 $ vergrößerte.

Um 3,05 % erholten sich Heyde auf 3,38 Euro. Die Anteilsscheine des IT-Dienstleisters waren am Vortag nach schlechten Zahlen um 42,25 % eingebrochen.

Media AG und Cybio unter den Verlierern

Zu den Gewinnern gehörten die Anteilsscheine von Carrier 1 mit einem Aufschlag von 2,87 % auf 19,70 Euro. Der europäische Telekommunikationsanbieter und die schwedische Net Insight wollen gemeinsam professionelle Breitbanddienste für die Medienindustrie bereitstellen.



Trotz einer Kaufempfehlung der Münchener Privatbankiers Merck Finck & Co gaben die Aktien von CyBio um 4,71 % auf 81,00 Euro nach. Am Vortag hatte das Unternehmen nach Vorlage guter Zahlen um 3,6 % zugelegt.

Auch die Aktien der Münchener Media AG für innovative Medientechnologie profitierten wenig von Geschäftszahlen. Obwohl im ersten Halbjahr überraschenderweise ein Gewinn nach Steuern erwirtschaftet werden konnte, gab der Kurs um 0,96 % auf 17,46 Euro nach. Im laufenden Jahr will das Unternehmen den Umsatz auf über 100 Mill. DM verdoppeln.

Mit Sicherheitssoftware hat die Essener Secunet Security Networks AG im abgelaufenen Jahr 61 % mehr Umsatz als im Jahr zuvor verdient. Den Einnahmen von 18,0 Mill. Euro steht jedoch ein überraschend hoher Vorsteuerverlust von 5,7 Mill. Euro gegenüber. Im Jahr zuvor hatte das Minus vor Steuern und Zinsen noch 4,6 Mill. Euro betragen. Das Papier verbilligte sich um 21,45 % auf 8,64 Euro.

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