"Echtes Unternehmertum"
BVB-Präsident Niebaum enttäuscht über Anleger-Skepsis

dpa-afx FRANKFURT. Der Präsident von Borussia Dortmund, Gerd Niebaum, ist verwundert über die Skepsis, mit der der erste Börsengang eines deutschen Fußballvereins aufgenommen wird. "Das ist in Großbritannien anders - da wird nicht nach dem Ob einer Fußball-Aktie gefragt, sondern nur nach dem Wie", sagte Niebaum am Dienstag in Frankfurt bei der Erstnotiz der BVB-Aktie. Seiner Meinung nach werde der deutsche Markt anscheinend noch einige Zeit brauchen, um sich mit Aktien dieser Art vertraut zu machen.

Durch den Börsengang fließen dem BVB bis zu 330 Mill. DM zu. Dieses Geld will Niebaum in "Steine und Beine" investieren. Fußballnahe Geschäftsfelder sollen aufgebaut werden. Beispielsweise werde der Verein seine Beteiligung am Dortmunder Westfalenstadion erhöhen. Die Kursentwicklung der BVB-Aktie sollte nach Meinung von Niebaum unabhängig von Ausgang der jeweils letzten Fußballspiele sein. "Wir müssen aber den Beweis führen, dass hinter der Aktie echtes Unternehmertum steht."

Die Drogenaffäre um Christoph Daum habe dem Börsengang des BVB geschadet, sagte Niebaum: "Das hat uns schon die Aufmerksamkeit weggenommen, alle Zeitungen haben ja nur noch über den Fall Daum geschrieben." Der Fußball werde sich aber seiner Meinung nach von dieser Affäre erholen - einen langfristigen Schaden erwarte er nicht.

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