Eddi Jordan, 54, ist Gründer und Haupteigentümer des Formel-1-Rennstalls Jordon Grand Prix
Wie fühlt man sich eigentlich, ... Eddi Jordan

... wenn man seit Jahren ein international erfolgreiches Unternehmen führt, aber trotzdem immer wieder auf das Image eines Playboys reduziert wird?*

Ich fühle mich großartig, auch wenn die Lage in der Formel 1 angespannt ist! Formel 1 ist mein Leben, und ich bin glücklich, dass mein Team immer noch dabei ist.

Ich weiß, dass ich mich durch mein Playboy-Image von dem anderer Team-Chefs unterscheide - aber wir sind eben mehr als ein normaler Rennstall. Bei uns geht es nicht nur um High Tech, Rennsport ist Lebensstil. Als Band-Leader, als Schottenrock-Träger oder mit jungen Frauen im Arm habe ich ein Image, das dem Unternehmen zusätzliche Publicity bringt. Mein Credo: Formel 1 soll die Zuschauer unterhalten. Sie finden Motorsport so faszinierend, weil sie dort Helden in schnellen Rennwagen sehen. Die Show ist entscheidend für den Erfolg der gesamten Formel 1, und wenn die Show Mist ist, haben wir alle ein Problem.

Nur mit Show bleibt keiner im Geschäft. Wir haben unsere Hausaufgaben im vergangenen Jahr gemacht - denn die meiste Arbeit für die Formel 1 findet nicht auf der Rennstrecke statt -, 80 Prozent unseres Geschäfts sind hartes Business. Wir haben mit Hilfe einer Unternehmensberatung alle Prozesse und Strukturen verbessert.

Vielleicht überrascht manche Geschäftspartner meine unorthodoxe Art, oder sie unterschätzen mich. Das sollten sie aber nicht, ich bin ein Ire, und wir Iren sind bekannt dafür, im letzten Moment noch ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern. Wie Magier eben, irgendwie gibt es immer einen Weg.

Die Frage stellte Claudia Tödtmann

* Das Unternehmen Jordan Grand Prix wurde vor dreizehn Jahren gegründet. Eddie Jordan ist einer der Big Player im Formel-1-Zirkus, der hauptsächlich von Blue-Chip-Unternehmen und Motorherstellern dominiert wird. Er ist der einzige unabhängige Formel-1-Unternehmer, der Hauptanteilseigner geblieben ist. Auch das Formel-1-Geschäft hat durch die Wirtschaftslage heute Probleme. Sponsoren sprangen ab, die Vermarktungsrechte verloren an Wert.

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