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Edel Music sieht sich weiter auf Wachstumspfad

Das Musikunternehmen Edel Music AG hat im Geschäftsjahr 2000 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert und will auch im laufenden und im kommenden Jahr seinen Wachstumspfad fortsetzen.

Reuters FRANKFURT. Finanzvorstand Andre Finkenwirth sagte am Donnerstag, im laufenden Jahr 2001 werde ein Umsatz von 1,24 (2000: 1,18) Mrd. DM und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 37 (2000: 29,6) Mill. DM erwartet. Für 2002 werde mit einem Umsatz von 1,4 Mrd. DM bei einem Ebit von 84,9 Mill. DM gerechnet. Finkwirth kündigte an, das Unternehmen wolle künftig verstärkt in das eigene Repertoire, also den Rechtebesitz an verschiedenen Künstlern und Songs, investieren. Die Edel-Aktie verbuchte am Donnerstagvormittag in einem schwachen Gesamtmarkt deutliche Kursgewinne und führte die Gewinnerliste am Neuen Markt an.

Im Geschäftsjahr 2000 hat Edel den Angaben zufolge seinen Umsatz auf 1,18 Mrd. DM von 450,9 Mill. DM im Vorjahr gesteigert. Diese starke Steigerung resultiere zum einen aus einem internen Wachstum von 38 % sowie zu einem großen Teil aus der Vollkonsolidierung der 1999 übernommenen Play It Again Sam Gruppe, der Eagle Gruppe und der Red Distribution. Das um Sondereffekte in Höhe von 27,1 Mill. DM bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe 63,5 Mill. DM nach 11,446 Mill. DM im Jahr 1999 betragen.

Finkenwirth sagte, in den Sondereffekten kämen vor allem die Schließung von Gesellschaften in Argentinien, wo Edel sein operatives Geschäft eingestellt habe, und den USA, Start-up Kosten für die Veränderung der Bilanzierung auf US-Gaap, sowie Beratungskosten zum tragen. Das ebenfalls um die Sondereffekte bereinigte Ebit habe trotz der 2000 wegen der Akquisitionen gestiegenen Abschreibungen 29,6 Mill. DM nach einem operativen Verlust von 5,3 Mill. DM im Vorjahr betragen. Die liquiden Mittel hätten sich zum 31. Dezember 2000 auf 85,1 Mill. DM belaufen.

In bestehende Geschäftsfelder investieren

Finkenwirth sagte, das Umsatzwachstum werde im laufenden Jahr nicht mehr so stark ausfallen, da Edel sich nicht mehr auf "aggressivem Akquisitionspfad" befinde. Zudem wolle das Unternehmen in den Markt 2001 nicht so hohe Erwartungen stecken und habe sich bewußt gegenüber dem Markt realistische und erreichbare Zielgrößen gesetzt. Die Gesellschaft wolle 2001 vor allem in ihre bestehenden Geschäftsfelder investieren. Dabei solle der Schwerpunkt vom Vertriebsbereich hin zum eigenem Repertoire, also zum Rechtebesitz an verschiedenen Künstlern und Songs, verschoben werden, sagte Finkenwirth.

Die Edel-Aktie stieg am Donnerstagvormittag in einem schwachen Gesamtmarkt in der Spitze um fast 15 % auf 4,55 Euro. Ein Rekordhoch verzeichnete der Titel Anfang Februar 2000 mit 66,90 Euro, das Tief am Montag mit 3,50 Euro.

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