Edelmarke von Ford investiert ins Händlernetz
Jaguar will sich im Land von Mercedes und BMW Geltung verschaffen

Die Automarke Jaguar will in schnellen Schritten den Absatz in Deutschland erhöhen. Im Vorjahr verkaufte sich die Marke bereits doppelt so häufig. Nun wird kräftig ins Händlernetz investiert.

dpa STUTTGART/KRONBERG. Dazu soll als neue Volumenmarke vor allem der X-Type beitragen, mit dem sich Jaguar nach den Worten von Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Steib in der oberen Mittelklasse ein für die Marke völlig neues Kundesegment erschließen will. Die in diesem Jahr für Deutschland vorgesehen 3500 X-Type seien bereits ausverkauft. "Wir hätten 5 000 bis 6 000 verkaufen können", sagte Steib in einem dpa-Gespräch.

Die Luxusmarke Jaguar verkaufte im vergangenen Jahr in Deutschland knapp 6 500 Autos, rund doppelt so viel wie zwei Jahre zuvor. Im nächsten Jahr liegt das Absatzziel bei 8 500 Stück, im Jahr 2005/06 sollen 15 000 Autos der Marke auf deutschen Straßen rollen - etwa 50 % X-Type.

Deutschland mit seinem ausgeprägten Wettbewerb in diesem Segment (Mercedes-Benz, BWM, Audi) gilt für Jaguar als Pilotmarkt, wobei die Verkaufszahlen der Briten im Vergleich zu den deutschen Herstellern klein sind. Während Mercedes-Benz im vergangenen Jahr rund eine Million Pkw absetzen konnte, verkaufte Jaguar weltweit 90 000 Autos der Modell XJ, XK, und S-Type. 50 000 gingen in die USA, 15 000 nahm der heimische Markt Großbritannien auf, Deutschland lag an dritter Stelle.

Jaguar ist mit Volvo, Land Rover und Aston Martin Teil der Premier Automotive Group (PAG) von Ford, die vom Ex-BMW-Vorstand Wolfgang Reitzle geleitet wird. Die heute 87 Standorte von Jaguar in Deutschland sollen bis 2003 auf 135 ausgebaut werden. Wo es sinnvoll ist, sollen die Händler noch die eine oder andere PAG-Marke mit anbieten - wobei die Marken strikt getrennt werden sollen. "Wir investieren 100 Mill. DM (51 Mio Euro) in den Ausbau des Händlernetzes - innerhalb von 45 Fahrminuten soll überall in Deutschland ein Jaguar-Händler erreichbar sein", sagte Steib.

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