Edelmetall leidet seit Jahren unter Preissprüngen
Gold verliert als Kapitalanlage an Glanz

Gold hat als Kapitalanlage mittlerweile viel von seinem Glanz verloren. Während das Edelmetall jahrhundertelang als einzig wahre Weltwährung und als sicheres Investment galt, steht der Goldmarkt seit der Abschaffung des festen Preises Mitte des 70-er Jahre unter Druck. Anfang der 80-er Jahre hatte der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) noch bei 800 Dollar gelegen, mittlerweile hat er sich deutlich unter 300 Dollar eingependelt, wie die DG Bank berichtet. Sein Jahrestief lag Anfang April bei 255 Dollar.

ap FRANKFURT. Mitte Mai stieg der Goldpreis zwar unter anderem nach massiven Käufen amerikanischer Fonds innerhalb von zwei Tagen um rund zehn Prozent. Dennoch warnen Analysten und Händler vor allzu großer Euphorie.

Als Hauptbelastungsfaktoren für den Goldpreis nennen die DG-Bank-Experten die Tatsache, dass viele ehemalige Sowjetstaaten, Länder Lateinamerikas und Indien ihr Gold auf den Markt warfen und werfen. Immer wieder auftretende Goldverkäufe der Notenbanken setzten den Goldpreis zusätzlich unter Druck. Schon die Nachrichten über geplante Verkäufe ließen die Kurse einbrechen.

Allerdings gibt es nach Einschätzung der DG Bank auch positive Faktoren. Die Goldverkäufe europäischer Zentralbanken seien seit 1999 beschränkt. Insbesondere im letzten Quartal 2000 sei die Nachfrage nach Gold mit einem Plus von elf Prozent deutlich gestiegen.

Als entscheidend gelte die Marke von 252 Dollar. Sollte dieses Preisgrenze unterschritten werden, sei zu erwarten, dass einige Goldminen Kapazitäten abbauten und so die Angebotsmenge sinke. Dies wiederum sollte den Preis stabilisieren, hieß es. Insgesamt sei die weitere Entwicklung aber schwierig abzuschätzen.

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