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Edelreservist Charisteas verlässt Werder

Frohe Weihnachten für Angelos Charisteas: Werder Bremens unzufriedener Edelreservist darf nach einem mehrtägigen Verhandlungspoker um die Ablösesumme den deutschen Fußballmeister verlassen und wechselt mit sofortiger Wirkung zu seinem Wunschverein Ajax Amsterdam.

dpa BREMEN. Frohe Weihnachten für Angelos Charisteas: Werder Bremens unzufriedener Edelreservist darf nach einem mehrtägigen Verhandlungspoker um die Ablösesumme den deutschen Fußballmeister verlassen und wechselt mit sofortiger Wirkung zu seinem Wunschverein Ajax Amsterdam.

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs bestätigte in seinem Urlaubsort in Florida die Einigung mit dem niederländischen Rekordmeister. Die Unterschrift gilt nur noch als Formsache. Für den 24 Jahre alte Stürmer, der bei Werder einen Vertrag bis 2006 hatte, dürfte der Bundesligist rund 4,9 Mill. Euro erhalten.

"Wir hatten klare finanzielle Vorstellungen, die wir Ajax auch mitgeteilt haben", sagte Allofs. Die schnelle Einigung hatte sich bereits am Vortag abgezeichnet. Laut Ajax-Direktor Arie van Eijden wollte der niederländische Rekordmeister 4,8 Mill. Euro für den griechischen Europameister zahlen. Werder forderte hingegen rund fünf Mill. Euro für den Europameister, der trotz seines Siegtores im EM-Finale bei Trainer Thomas Schaaf im Bundesliga-Team keinen Stammplatz hatte.

Dennoch wollten Schaaf und Allofs den Stürmer lange Zeit nicht ziehen lassen. In der Bundesliga-Hinrunde erzielte Charisteas bei elf Einsätzen immerhin fünf Tore. Erst als "Harry", der im Sommer 2002 für knapp drei Mill. Euro von Aris Saloniki nach Bremen gekommen war, immer häufiger seine Unzufriedenheit mit dem Reservistendasein äußerte und bei seinen Wechselabsichten von Griechenlands Nationaltrainer Otto Rehhagel unterstützt wurde, willigte die Werder - Führung in Gespräche über einen Vereinswechsel ein.

Bei Ajax Amsterdam erhält Charisteas einen gut dotierten Vertrag bis zum 30. Juni 2008. Beim derzeitigen Tabellendritten der niederländischen Ehrendivision muss der Grieche unter anderem gegen seinem Landsmann Yannis Anistasiou um einem Stammplatz im Angriff kämpfen. Ajax hatte in der Champions-League-Vorrunde gegen Juventus Turin und Bayern München den Sprung in das Achtelfinale verpasst.

Offen ist noch, ob Werder Bremen die Ablösesumme in einen neuen Stürmer investiert. "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen", sagte Allofs. In Nationalspieler Miroslav Klose, Ivan Klasnic und Nelson Valdez besitzt der Double-Gewinner drei torgefährliche Angreifer. Das Trio wird durch Aaron Hunt ergänzt. "Wir können die Rückrunde auch mit diesen Spielern bestreiten", ergänzte der Sportdirektor.

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