EDS sehr fest
Dow Jones gibt leicht nach

Zunächst keimte erneute Zinshoffnung an der Wall Street auf, denn das Wachstumstempo der US-Wirtschaft blieb im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Doch zum Handelschluss gab der Dow Jones Index nach.

Reuters NEW YORK. Aufkeimende Hoffnungen auf eine US-Zinssenkung nach schwachen Konjunkturdaten haben die Kurse an der Wall Street am Donnerstag zunächst gestützt. Dann aber bekamen die Pessimisten Oberwasser und die Kurse gaben bis zum Handelsschluss nach.

Das Bruttoinlandsprodukt war im dritten Quartal zum Vorquartal nur mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,1% gestiegen. Auch der Chicagoer Einkaufsmanagerindex sank im Oktober überraschend. Daraufhin gab der Dow Jones-Index in New York um 0,36 %nach, während der Nasdaq-Index ein leichtes Plus erzielte. Der Standardwerte-Index Dow Jones notierte am Ende bei 8396,96 Punkten - ein Minus von 0,36 Prozent. Der Index legte im Monat Oktober insgesamt um rund zehn Prozent zu. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann am Donnerstag 0,24 Prozent auf 1329 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag unverändert bei 885 Zählern.

Hoffnung: "Die Fed wird wahrscheinlich die Zinsen senken"

"Die Fed wird wahrscheinlich die Zinsen senken", sagte Tony Dwyer, Chefmarktstratege bei Kirlin Holdings. Al Kugel, Investmentstratege bei Stein Roe & Farnham, fügte hinzu: "Erst ging es hoch, dann runter und jetzt seitwärts - die Daten waren alle nicht besonders. Aber der Markt scheint sich darum kaum zu kümmern. Die Pessimisten haben es schwer, den Markt nach unten zu drücken." Sollten die Arbeitsmarktdaten schwach ausfallen, könne das ein weiteres Signal für eine mögliche Zinssenkung der Fed in der kommenden Woche sein, sagte er. Der zinspolitische Ausschuss der US-Notenbank (Fed) will sich am 6. November zu seinen Beratungen treffen.

Enttäuschendes Wachstum

Das Wachstumstempo der US-Wirtschaft blieb im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft stieg zum Vorquartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von vorläufig 3,1 Prozent nach 1,3 Prozent im zweiten Jahresviertel. Analysten hatten mit einem Wachstum von 3,6 Prozent gerechnet. Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager teilte mit, der Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago sei im Oktober auf saisonbereinigt 45,9 von 48,1 Punkten im September gesunken. Dies signalisiert eine weiter rückläufige Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe der Region.

Die Aktien des weltweit zweitgrößten Dienstleisters für Informationstechnologie, Electronic Data Systems (EDS) stiegen um rund 9,5 Prozent auf 15,05 Dollar. Die Anleger seien erleichtert gewesen, dass der am Vortag bekannt gegebene Gewinneinbruch dennoch im Rahmen der bereits ermäßigten Prognosen geblieben sei, sagten Händler.

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