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EDS übernimmt rund 75 Prozent an Systematics

Der Hamburger IT-Dienstleister ergänze sich mit EDS "synergetisch" in der Kundenstruktur und im Leistungsangebot, teilte der US-Konzern mit.

dpa HAMBURG. Der US Electronic Data Systems-Konzern (EDS) will mit der Übernahme des Hamburger IT-Dienstleisters Systematics seinen Wachstumskurs in Europa und insbesondere in Deutschland beschleunigen. Das machte der EDS-Vizepräsident für Europa, Hans- Jürgen Schwerhoff, am Montag in Hamburg vor Journalisten deutlich. EDS habe am Montag insgesamt 74,8 % des Grundkapitals der Systematics AG übernommen, sagte der Manager. Sie stammen vom Management, Unternehmensgründer Detlef Fischer und institutionellen Investoren. Nach einer erfolgreichen Übernahme auch der restlichen 25 % aus Streubesitz soll das künftig als EADS Systematics AG firmierende Unternehmen nicht mehr am Neuen Markt notiert werden.

Das US-Unternehmen mit einem Umsatz von 19,2 Mrd. US $ (42,4 Mrd. DM) und 120 000 Mitarbeitern sieht sich nach IBM als weltweit zweitgrößtes Dienstleistungsunternehmen für Informationstechnologie. Es hat bereits 4200 Mitarbeiter in Deutschland und will von dem wachsenden Markt für IT-Technologie profitieren. Rund 20 % der Ausgaben in Europa für Informationstechnologie würden in Deutschland bereitgestellt, berichtete Schwerhoff.

Kundenstruktur und Leistungsangebot passen zusammen

Angesichts des Verdrängungswettbewerbs sei der internationale Bereich für Systematics entscheidend, begründete Vorstandsvorsitzender Detlef Fischer das Zusammengehen. EDS ergänze sich "synergetisch" in der Kundenstruktur und im Leistungsangebot mit Systematics, das seit 1985 Computer-Strategien unter anderem für Unternehmen aus den Branchen Versicherungen, Banken, Industrie und Handel entwickelt. EDS, zu der die Unternehmensberatung A.T. Kearney gehört, bringt unter anderem Know-how zum Ausgliedern von IT- Unternehmensteilen ein.

Zur Übernahme der restlichen Systematics-Anteile werden den freien Aktionären vom 9. April an 34 Euro je Aktie angeboten. Der Preis entsprach am Montagnachmittag fast dem aktuellen Aktienkurs, der im Xetra-Handel um 6 % gestiegen war. Die Transaktion hat insgesamt ein Volumen von 635 Mill. Euro, davon fließen 480 Mill. Euro in bar. Das geplante Ausscheiden aus dem Neuen Markt begründete Fischer mit dem hohen Aufwand. Es reiche, mit der in New York und London gelisteten EDS ein Unternehmen an der Börse zu haben.

Die Systematics bringt in die "Firmenehe", der die Kartellbehörden noch zustimmen müssen, ihr bestes Ergebnis der Firmengeschichte ein. Das Konzernergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) stieg um 49 % auf 39,4 Mill. Euro. Es soll in der neuen Gesellschaft 2001 auf 67 Mill. Euro zulegen. Der Umsatz verdoppelte sich auch auf Grund von Unternehmenszukäufen auf 635 Mill. Euro (1,2 Mrd. DM) und soll in diesem Jahr auf 700 Mill. Euro steigen. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 1800 auf 2 682. Die EDS-Gruppe schrieb 1999 in Deutschland rund 700 Mill. Euro Umsatz.

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