Effektive Suchmaschine
Finden ohne zu suchen

Wovon ist die Rede, wenn die Namen Schumacher, Häkkinen und Irvine fallen? Logisch, von der Formel 1. Doch bei keiner Suchmaschine würde man die News zu diesem Thema finden, wenn nicht explizit von Formel 1 die Rede wäre. Das US-Unternehmen Autonomy hat eine besondere Logik entwickelt, um Themen auch aufzuspüren, wenn die Schlagworte nicht darin vorkommen.

HON HANNOVER. Anhand der Auftretenshäufigkeit von bestimmten Wörtern werden Themen zu Clustern zusammengefasst. So lassen sich Informationen nicht nur thematisch, sondern auch nach persönlichen Interessen kanalisieren. Dabei muss der Nutzer nur am Anfang eine Suchanfrage wie bei einer klassischen Suchmaschine eingeben. Indem er von den gelieferten Fundstellen diejenigen auswählt, die ihn interessieren, lernt die Software die Vorlieben den Nutzers kennen und Nachrichten gezielt auszuwählen. Der Schlüssel für diese Funktion ist wiederum die Wahrscheinlichkeit, mit der bestimmte Stichworte zusammen auftreten.

Mit diesem Werkzeug hat Autonomy einige bemerkenswerte Anwendungen gestrickt. Ziel dabei ist vor allem der Informationsfluss innerhalb eines Unternehmens zu verbessern. So werden beispielsweise bei Infineon die Führungskräfte automatisch mit den für sie relevanten Informationen versorgt. Besonderer Clou: Nutzer mit ähnlichen Interessen innerhalb eines Unternehmens werden aufeinander aufmerksam gemacht.

Dabei können die Daten aus unterschiedlichen Quellen wie Webseiten, Word-Dokumenten oder dank einer angeschlossenen Spracherkennungssoftware aus Radio und Fernsehen stammen. Sie können per Mail, SMS oder Web zugestellt werden.

Die Themen-Cluster können auch als Wolken grafisch dargestellt werden. So sehen die Nutzer, was mit wem zusammenhängt. Ein Baumdiagramm zeigt die Karriere von bestimmten Themen. So lässt sich zum Beispiel verfolgen, ab wann sich das Thema "Irak" von der Nahost-Debatte abgekoppelt und verselbständigt hat.

Eine weitere Anwendung: Mails an ein Unternehmen können durch die Autonomy-Logik vorsortiert, weitergeleitet oder gar automatisch beantwortet werden.

Auch bei der gezielten Recherche hilft eine Autonomy-Anwendung weiter. Schon in dem Moment, in dem ein Autor einen Text in Word schreibt, läuft im Hintergrund die die Suche nach thematisch verwandten Informationen ab, auf die bei Bedarf zugegriffen wird. "Wir wollen nicht, dass Sie suchen, sondern dass die relevanten Informationen von sich aus zu Ihnen kommen", sagte Jakob Rieger Managing Director von Globallinxs, einem Dienstleister, der Autonomy-Software bei Kunden integriert, auf der Cebit (Halle 6, D 28).

Ins Internet möchte sich Autonomy aber nicht wagen. Dafür wären, so Rieger, die Datenmengen für eine vernünftige Indizierung einfach zu groß.

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