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Effektivzins

Der Effektivzins soll es den Verbrauchern erleichtern, Angebote zu vergleichen. Denn der Nominalzins gibt lediglich die Rate vor, die vom Konto abgebucht wird. Finanzmathematische Feinheiten wie etwa eine verzögerte Gutschrift der Tilgung verrät der Nominalzins nicht. Der Effektivzins soll laut Preisangabenverordnung (PangV § 6) hingegen informieren, wie viel ein Kredit pro Jahr tatsächlich kostet. Folgende Kosten werden berücksichtigt: Bearbeitungs- oder Darlehensgebühren, ein Abschlag bei der Kreditauszahlung (Disagio), eine verzögerte Gutschrift von Tilgungszahlungen sowie der Zinseszinseffekt, der daraus resultiert, dass die Kreditzinsen nicht erst am Jahresende, sondern meist monatlich oder vierteljährlich abgebucht werden.

Nicht vom Effektivzins laut PangV erfasst werden Positionen wie Schätzkosten, Bereitstellungszinsen für nicht sofort abgerufene Kredite oder Teilzahlungszuschläge für ratenweise ausgezahlte Darlehen oder Kontoführungsgebühren. Finanzmathematisch ist es kein Problem, auch diese Posten bei der Effektivzinsberechnung zu berücksichtigen. Wenn Banken dies verweigern, kann sich der Kreditnehmer etwa bei einer Verbraucherzentrale den wahren Preis des geborgten Geldes ausrechnen lassen. chs

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