Ehefrau wollte sich trennen
Familiendrama in Saarbrücken

Bei einem Familiendrama in Quierschied bei Saarbrücken sind am Montag vier Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Ermittlungen der Polizei erschoss ein 70 Jahre alter Mann seine 35-jährige Ehefrau und die beiden gemeinsamen neunjährigen Zwillinge. Anschließend tötete er sich selbst.

HB/dpa SAARBRÜCKEN. Die Polizei vermutet, dass sich die Ehefrau von ihrem wesentlich älteren Mann trennen wollte. Am Montag war dazu ein Verwandtentreffen anberaumt.

Als das Ehepaar zu dem Treffen nicht wie geplant erschien, informierte eine Angehörige die Polizei. Als auf Klingeln nicht reagiert wurde, öffneten Polizei und Feuerwehr die Tür mit Gewalt. Sie fanden die 35-jährige Frau und die beiden neunjährigen Mädchen tot in ihren Betten. Neben dem ebenfalls toten 70-jährigen Familienvater lag eine Schusswaffe, mit der er sich vermutlich selbst getötet hat.

"Bei der Tatwaffe handelt es sich um eine Pistole oder einen Revolver", sagte Polizeisprecher Georg Himbert. Wo der mutmaßliche Täter die Waffe her hatte, war zunächst nicht bekannt. Eine gerichtsmedizinische Obduktion der Leichen soll Aufschluss über den Ablauf des Familiendramas geben. Ergebnisse werden im Laufe der Woche erwartet.

Erst Anfang Mai hatte es bei einem Familiendrama in der Westpfalz ebenfalls vier Tote gegeben. In Herren-Sulzbach hatte ein 48-jähriger Fernfahrer seine 35-jährige Ehefrau, deren 27 Jahre alten Freund und die 66-jährige Schwiegermutter sowie später sich selbst erschossen. Bei der Tat hatte er eine geliehene Pistole benutzt.

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