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Ehemaliger US-Außenminister Kissinger nach Herzinfarkt in Klinik

Der ehemalige US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger erholt sich nach einem leichten Herzinfarkt in einem Krankenhaus in New York.

dpa WASHINGTON. Der ehemalige US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger erholt sich nach einem leichten Herzinfarkt in einem Krankenhaus in New York. Das berichtet der US-Nachrichtensender CNN am Donnerstag (Ortszeit).

Der heute 77 Jahre deutschstämmige Politiker musste sich sich 1982 einer Bypass-Operation unterziehen. Kissinger beriet die Regierungen Kennedy und Johnson, wurde 1968 dann Sicherheitsberater und später Außenminister des Republikaners Richard Nixon. Kissinger war der erste Einwanderer, der zum US-Außenminister ernannt wurde.

Nach Geheimverhandlungen schloss Kissinger 1973 mit dem Nordvietnamesen Le Duc Tho einen Friedensvertrag zur Beendigung des Vietnamkrieges - und erhielt den Friedensnobelpreis, obwohl der Krieg nicht endete und Vietnam 1975 an den kommunistischen Norden fiel.

Ebenfalls heimlich bereitete er normalere US-Beziehungen zur Volksrepublik China (1971) vor und legte als Pendeldiplomat auch eine Grundlage für den Friedensschluss zwischen Israel und Ägypten. Die Regierungskarriere endete dann nach der Wahlniederlage Gerald Fords im Herbst 1976.

Geboren wurde er 27. Mai 1923 in Fürth als Heinz Alfred Kissinger. 1938 kamen die Kissingers auf der Flucht vor den Nazis nach New York.

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