Ehrgeizige Verkaufsziele
BMW will Verkaufsmillionär werden

Die Münchener wollen der Konjunkturflaute trotzen. BMW-Finanzvorstand Panke erwartet Steigerungen beim Absatz, Umsatz und Ertrag. Das Unternehmen will in diesem Jahr fast 100 000 Autos mehr verkaufen als im Vorjahr.

Reuters/HB MÜNCHEN. "Wir sind zuversichtlich, dass wir auch im Jahr 2002 bei den Eckwerten Absatz, Umsatz und Ertrag weitere Verbesserungen erreichen können", sagte der BMW-Finanzvorstand und designierte Vorstandschef Helmut Panke laut Redetext am Dienstag in München auf der Bilanzpressekonferenz.

Er sei davon überzeugt, dass die so genannten Premiummärkte sich besser entwickelten als der Gesamtmarkt. Im vergangenen Jahr hatte BMW nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IAS) sein Ergebnis nach Steuern um 54 % auf bis dahin nie erreichte 1,87 Mrd. ? gesteigert.

Der scheidende Vorstandschef Joachim Milberg, der Panke am 16. Mai aus gesundheitlichen Gründen Platz macht, bekräftigte, BMW habe die Chance, 2002 weltweit mehr als eine Million Autos der Marken BMW und Mini zu verkaufen.

75 000 Minis sollen zum Umsatzplus beitragen

Im vergangenen Jahr waren es gut 905 000, zehn % mehr als ein Jahr zuvor. Allein von dem im Sommer neu aufgelegten britischen Kultauto "Mini" sollen über 100 000 Stück abgesetzt werden nach 25 000 Einheiten 2001.

Der Umsatz kletterte im ersten Jahr nach der Trennung von Rover um 3,3 % auf 38,46 Mrd. ?. "Die Zahlen belegen, dass wir mit unserer Premiummarken-Strategie auf dem richtigen Weg sind", sagte Milberg. "Wir haben auf Stärke und nicht auf Größe gesetzt. Und wir haben uns konzentriert", erklärte er das Rekordjahr.

Amerikanischer Markt überraschend robust

Die Konjunkturentwicklung wird sich nach Ansicht von Milberg 2002 nicht unmittelbar auf den Automobilmärkten widerspiegeln. Der amerikanische Markt entwickele sich seit Jahresbeginn robuster als von vielen vermutet.

Von einer konjunkturellen Erholung geht Milberg erst im zweiten Halbjahr aus. "Deren Intensität ist aber heute noch schwer vorherzusehen", fügte er hinzu. Das von BMW so genannte Premiumsegment - die oberen Preisklassen bei Ober- und Mittelklasse-Fahrzeugen und bei Kleinwagen - werde 2002 erneut stärker wachsen als der Absatz der Volumenhersteller.

Von 2003 an will BMW in einer noch von Milberg eingeleiteten Produkt- und Marktoffensive zahlreiche neue Modelle auf den Markt bringen. Dafür seien 2001 die Investitionen um 26 % auf 3,52 Mrd. ? nach oben geschraubt worden, sagte der BMW-Chef. 665 Mill. ? davon seien in der Bilanz aktiviert worden. Im vergangenen Jahr seien mehr als 5 000 Mitarbeiter neu eingestellt worden, insgesamt beschäftigt BMW nun nach eigenen Angaben über 97 000 Menschen.

Der Kurs der BMW-Aktie notierte am Mittag um 0,22 % im Plus bei 46,10 ?.

Lesen Sie auch:

dmeuro.com: BMW will weiter Gas geben

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%