Ehrgeizige Wachstumsziele
Hintergrund: Nicht die erste Krise

Der Flugzeugbauer Dornier hat schon mehrere Stürme überstanden und dabei eine Reihe von Eigentümerwechseln erlebt.

dpa OBERPFAFFENHOFEN. Die heutige Fairchild Dornier baut als deutsch-amerikanisches Unternehmen kleinere Flugzeuge, die beispielsweise als Privat-Jets, Geschäftsflugzeuge und kleinere Linien-Maschinen eingesetzt werden. Für die nächsten Jahre hatte sich das Unternehmen ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Bis 2008 soll der Umsatz von 635 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 1999/2000 (30. Oktober) auf vier bis fünf Milliarden Dollar (bis zu 5,7 Mrd Euro) steigen.

Vor knapp zwei Jahren hatte die Allianz-Tochter Capital Partners (ACP) gemeinsam mit der amerikanischen Investmentfirma Clayton, Dubilier & Rice den US-Flugzeugbauer Fairchild Aerospace mit seiner deutschen Tochter Dornier übernommen. Die Finanzinvestoren investierten 400 Millionen Dollar in Fairchild Dornier, das sich zusätzlich Bankbürgschaften für 800 Millionen Dollar sicherte.

Fairchild war 1996 bei der Dornier Luftfahrt GmbH eingestiegen. Die damals zum Daimler-Benz-Konzern gehörende Luftfahrttochter Dasa war nach horrenden Verlusten mit ihren hochfliegenden Plänen im Regionalflugzeuggeschäft gescheitert. Praktisch zum Nulltarif wurde das Unternehmen an den US-Hersteller Fairchild (San Antonio/Texas) abgegeben.

Dornier verdankte seinen guten Ruf dem Gründer Claude Dornier, einer der großen Pioniere der deutschen Luftfahrt. Er trat 1910 beim Luftschiffbau des Grafen Zeppelin in Friedrichshafen ein. Aus der dort 1914 gegründeten selbstständigen Flugzeugabteilung "Do" entstand das Unternehmen Dornier. Ende 1981 gab als letztes Familienmitglied Claudius Dornier, Sohn des Firmengründers, die Führung aus der Hand.

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