"Ehrliche Drei"
Tarifgespräche im Einzelhandel in Baden-Württemberg vertagt

Trotz eines neuen Angebots der Arbeitgeber sind die Tarifgespräche im Einzelhandel in Baden-Württemberg am Montag erneut ergebnislos vertagt worden.

Reuters STUTTGART. "Wir brauchen eine ehrliche Drei vor dem Komma", sagte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Montag in Korntal-Münchingen. Der Landesverband des Südwest-Einzelhandels habe zwar ein Angebot über drei Prozent mehr Lohn unterbreitet, das in den wichtigsten Lohngruppen aber nur ein Niveau von 2,4 bis 2,7 Prozent bedeute. Nach der Offerte sollten die Arbeiter und Angestellten im Einzelhandel nach drei Nullmonaten von Juli an 3,0 Prozent mehr Geld sowie im Januar 2003 eine Einmalzahlung von 105 Euro erhalten. Der Tarifvertrag sollte eine Laufzeit von zwölf Monaten bis März 2003 haben.

Die fünfte Runde der Tarifverhandlungen ist für den 26. Juli angesetzt, den ersten Tag des Sommer-Schlussverkaufs. Die Gewerkschaft kündigte an, die Streiks im Einzelhandel bis dahin kontinuierlich auszuweiten. Auch in Berlin wurden die Gespräche am Montag ergebnislos abgebrochen. Verdi war mit einer Forderung von 6,5 Prozent in die Tarifrunde gegangen.

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