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Eichel: Euro bringt Steuerzahlern 350 Mill. DM Ersparnis

Die Umstellung der Währung auf den Euro zum 1. Januar 2002 wird nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" (WamS) dem Steuerzahler eine Ersparnis von 350 Mill. DM bringen.

dpa-afx HAMBURG/MÜNCHEN. Das hätten neueste Berechnungen des Bundesfinanzministeriums ergeben, schrieb die Zeitung. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) sagte der "Welt am Sonntag", "das Steuer-Euroglättungsgesetz bringt dem Bürger durch die Angleichung der Eurobeträge im Verhältnis 2 DM zu 1 Euro eine Erleichterung von über 350 Mio. DM. Das ist eine schöne zusätzliche Entlastung".

Zu möglichen Preissteigerungen bei der Euro-Einführung zum 1. Januar 2002 sagte Eichel der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe), der Handel habe sich verpflichtet, die Umstellung nicht für verdeckte Preiserhöhungen auszunutzen. "Man kann auch nicht jede Preiserhöhung auf den Euro schieben. Im übrigen sehe ich die Preise eher sinken denn steigen." So werde es in Grenzregionen zu Preisanpassungen kommen. Weil Deutschland in sehr vielen Fällen ein Hochpreisland sei, "werden es Angleichungen nach unten sein", bekräftigte Eichel.

Die Vorbehalte vieler Deutscher gegen die neue Währung werden sich nach Ansicht Eichels bald legen. "Wenn die Menschen erst mit dem Euro im Portemonnaie in Europa reisen und überall mit dem gleichen Geld zahlen können, werden sie dieses Symbol der europäischen Einigung rasch lieb gewinnen". Allein beim Geldumtausch blieben bei einer Reise durch die Europäische Union wegen der Gebühren heute von 100 DM am Ende nur noch 50 DM, wenn an jedem Grenzübergang getauscht werde, sagte Eichel der "WamS".

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