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Eichel greift Preispolitik der Ölkonzerne an

Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hat die Preispolitik der Ölkonzerne nach der jüngsten Erhöhung scharf kritisiert. Im internationalen Rahmen müsse darüber gesprochen werden, dass diese Preise spekulativ seien. Dies gelte auch für andere Rohstoffpreise, sagte Eichel am Dienstag zur Einbringung des Etats 2005 im Bundestag. Dass eine Reihe von Unternehmen "Preistreiberei" betrieben, könne nicht hingenommen werden.

dpa-afx BERLIN. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hat die Preispolitik der Ölkonzerne nach der jüngsten Erhöhung scharf kritisiert. Im internationalen Rahmen müsse darüber gesprochen werden, dass diese Preise spekulativ seien. Dies gelte auch für andere Rohstoffpreise, sagte Eichel am Dienstag zur Einbringung des Etats 2005 im Bundestag. Dass eine Reihe von Unternehmen "Preistreiberei" betrieben, könne nicht hingenommen werden.

Der sieben Sorten umfassende Korbpreis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen erneut gefallen. Das Opec-Sekretariat in Wien gab diesen für Montag berechneten Wert am Dienstag mit 38,66 $ je Barrel (159 Liter) an. Das waren 0,46 $ weniger als am Freitag.

Auch der amerikanische Ölpreis hat nach dreitägiger Handelspause am Dienstag deutlich nachgegeben. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) zur Lieferung im Oktober zuletzt 43,12 $ und damit 87 Cent weniger als bei Handelsschluss am Freitag. Wegen eines Feiertages in den USA (Labor Day) blieb die New Yorker Warenterminbörse Nymex am Montag geschlossen. In London fiel der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Oktober-Lieferung zu Handelsbgeinn um 21 auf 40,41 $.

Höheres Preisband

Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro erwartet jetzt eine Anhebung des Preisbandes für ein Barrel (159 Liter) Opec-Rohöl auf 26 bis 34 $. Das sagte Yusgiantoro laut dem Fernsehsender Cnbc am Dienstag beim Weltenergiekongress in Sydney. Derzeit beträgt das Preisband der Opec 22 bis 28 $.

Die künftige Regulierungsbehörde für den Energiemarkt in Deutschland wird nach den Worten des designierten Leiters des Amtes, Matthias Kurth, keinen direkten Einfluss auf die Verbraucherpreise am Energiemarkt ausüben können. Kurth, Chef-Regulierer für Telekommunikation und Post, warnte im Deutschlandradio Berlin zudem vor zu großen Hoffnungen auf eine Wende am Energiemarkt. Die Hauptaufgabe werde darin bestehen, den Missbrauch von Nutzungsentgelten bei den Strom-Netzbetreibern aufzudecken, sagte Kurth. Diese Überprüfungen würden weitergehen als bisher durch das Bundeskartellamt ausgeübt.

Strombörse

Die Preise an der deutschen Strombörse in Leipzig werden nach Ansicht der Energieversorger nicht durch die großen Stromunternehmen bestimmt. "An der Börse handeln mehr als 100 Teilnehmer und nicht nur die vier großen Unternehmen in Deutschland", sagte Klaus Rauscher, Vorstandschef der Vattenfall Europe, am Rande des Welt- Energiekongresses in Sydney der Deutschen Presse-Agentur. "Angesichts der Vielzahl von Marktteilnehmern ist es gar nicht möglich, die Preise zu manipulieren."

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