Eidesstaatliche Versicherung sei "nicht autorisiert" gewesen
Anti-Fischer-Zeuge rudert zurück

Ein ehemaliger Kampfgefährte von Außenminister Joschka Fischer hat seine Aussagen zu dessen gewalttätiger Vergangenheit am Mittwoch stark relativiert.

dpa BERLIN. Udo Riechmann hatte am 13. Mai 1998 eine eidesstaatliche Erklärung abgegeben, in der er Fischers umstrittene Rolle am Vorabend der so genannten Meinhof- Demonstration am 20. Mai 1976 schildert. Bei dieser Demonstration war der Polizist Jürgen Weber von einem Molotow-Cocktail getroffen worden und hatte dabei schwerste Verletzungen erlitten.

Dem Buchautor Christian Schmidt hatte Riechmann in der eidesstaatlichen Erklärung versichert, Fischer habe sich am Vorabend zum Wortführer gemacht, Molotow-Cocktails bei der Demonstration zu werfen. Jetzt teilte Riechmann dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" schriftlich mit, seine eidesstaatliche Versicherung sei "nicht autorisiert" gewesen. Fischer hatte immer wieder bestritten, dass er zur Gewalt oder zum Wurf von Molotowcocktail aufgerufen hatte.

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