Eigene Privatbanken in Holding zusammengefasst: UBS will bei Privatbanken-Konsolidierung mitmischen

Eigene Privatbanken in Holding zusammengefasst
UBS will bei Privatbanken-Konsolidierung mitmischen

Der Schweizer Bankkonzern UBS will bei einer Konsolidierung im Schweizer Privatbankensektor aktiv mitmischen. Um die Ausgangslage dafür zu verbessern, fasst die UBS nach Angaben vom Dienstag seine fünf unabhängigen Privatbanken zu einer Holding mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt rund 70 Milliarden Franken zusammen.

Reuters ZÜRICH. Die Schweizer Privatbanken, die sich auf die Verwaltung grosser Privatvermögen spezialisiert haben, sind in der jüngeren Vergangenheit unter Margendruck geraten, und es gab schon eine Reihe von Zusammenschlüssen. Falls die Schweiz das vor allem von der EU in Frage gestellte Bankgeheimnis nicht verteidigen kann, werden diese Banken Beobachtern zufolge noch stärker um ihr Überleben kämpfen müssen.

Bei den UBS-Banken, die zusammengefasst werden, handelt es sich um Armand von Ernst, Banco di Lugano, Bank Ehinger, Bank Cantrade und Ferrier Lullin. Zu der Gruppe zugeschlagen wird auch die auf Asset Management spezialisierte Tochtergesellschaft GAM. Die Zusammenlegung erfolge nicht aus einer Problemlage heraus, betonte UBS-Konzernleitungspräsident Peter Wuffli am Dienstag auf der UBS-Jahresmedienkonferenz. Die Banken seien profitabel und erwirtschafteten hohe Margen. Die neue Holding-Gesellschaft beschäftige weltweit 1750 Personen.

UBS selbst gilt als der grösste Vermögensverwalter der Welt mit einem verwalteten Vermögensvolumen von 2070 Milliarden Franken.

Mit der neuen Gruppierung entsteht, gemessen an den verwalteten Vermögen, ein weiterer wichtiger Marktteilnehmer im Schweizer Privatbankengeschäft. So gab etwa die Bank Julius Bär die verwalteten Vermögen per Ende September mit 107 Milliarden Franken an. Die Bank Vontobel verwaltete Mitte Jahr rund 57 Millionen Franken. Auf deutlich über 150 Milliarden Franken kam per Mitte Jahr die Genfer Bank Pictet, und die aus einer Fusion hervorgegangene Lombard Odier Darier Hentsch erreichte ebenfalls per Jahresmitte rund 140 Milliarden Franken.

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