Eigene Prognosen übertroffen
Tyco mit Milliarden-Minus

Der hochverschuldete US-Mischkonzern Tyco hat im dritten Geschäftsquartal 2002 einen Nettoverlust in Milliardenhöhe verbucht, insgesamt die Erwartungen der Analysten aber getroffen.

Reuters PEMBROKE. Der Nettoverlust belief sich im Berichtsquartal auf 2,31 Milliarden Dollar oder 1,16 Dollar je Aktie nach einem Nettogewinn im Vorjahresquartal von 1,17 Milliarden Dollar oder 65 Cent je Aktie im Vorjahresquartal, teilte das in Pembroke auf den Bermudas ansässige Unternehmen mit.

Vor Sonderposten wies der US-Konzern, dessen Produktpalette von Babywindeln bis Alarmanlagen reicht, einen Gewinn von 45 (Vorjahresquartal 73) Cent je Aktie aus.

Mit dem Ergebnis übertraf Tyco die eigene Prognose von 44 Cent je Aktie und lag im Rahmen der Analystenerwartungen, die nach einer Umfrage von Thomson First Call im Schnitt ebenfalls 45 Cent je Aktie erwartet hatten. Der Umsatz sei von 8,68 auf 9,12 Milliarden Dollar gestiegen, hieß es.

Für das laufende vierte Quartal erwartete Tyco einen Gewinn vor Sonderposten im Rahmen der Markterwartungen von 45 bis 47 Cent je Aktie. Die Gesamtjahresprognose des Unternehmens mit 1,99 bis 2,01 Dollar je Aktie vor Sonderposten fiel etwas unterhalb der 2,02 Dollar aus, die Analysten erwarteten.

Für 2003 rechnete Tyco mit Gewinnen von 2,10 bis 2,25 Dollar je Aktie, blieb damit aber deutlich hinter den Berechnungen der Volkswirte zurück, die 2,15 bis 2,40 Dollar erwarteten. Innerhalb der kommenden eineinhalb Jahre muss Tyco Kredite von 7,7 Milliarden Dollar zurückzahlen.

Insgesamt hat der Konzern früheren Angaben zufolge 27 Milliarden Dollar Schulden. Tyco war aufgrund einer später wieder zurückgenommenen Aufspaltung in die Schlagzeilen geraten. Gegen Ex-Tyco-Chef Dennis Kozlowski wird wegen Steuerhinterziehung ermittelt.

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