Eigene Rennserie im Visier: Formel-1-Firmen nicht an Kirch-Anteilen interessiert

Eigene Rennserie im Visier
Formel-1-Firmen nicht an Kirch-Anteilen interessiert

Die in der Formel 1 engagierten Autohersteller sind nach Worten von Daimler-Chrysler-Vorstand Jürgen Hubbert nicht an einem Kauf der Rennsportanteile des Medienkonzerns Kirch interessiert und wollen stattdessen eine eigene Serie vorantreiben.

Reuters FRANKFURT. "Die fünf in der Formel 1 engagierten Hersteller BMW, Daimler-Chrysler, Fiat, Ford und Renault haben von der Kirch-Gruppe vor einiger Zeit Vorschläge für eine Zusammenarbeit mit der Formel 1-Vermarktungsgesellschaft SLEC erhalten, die sie nach ausführlicher interner Diskussion nicht für zielführend erachtet haben", sagte Hubbert in der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagausgabe).

Um die Zukunft der Formel 1 und die eigenen Investitionen in die Rennserie zu sichern, hätten die genannten Hersteller deshalb eine Gesellschaft gegründet, die spätestens 2008 eine Nachfolgeserie namens GPWC (Grand Prix World Championship) veranstalten werde, sagte er weiter. "Aktuell gibt es demnach aus meiner Sicht keinen Grund für Gespräche mit der Kirch-Gruppe."

Der hochverschuldete Münchener Medienkonzern Kirch hält derzeit 75 % an der Formel 1-Vermarktungsgesellschaft SLEC. Bis zum Ende der Saison 2007 sind die SLEC, die Rennställe und der internationale Automobilverband vertraglich aneinander gebunden. In der Vergangenheit wurde immer wieder spekuliert, Kirch könne sich von einem oder mehrerer seiner zahlreichen Beteiligungen trennen, um einen Teil seiner Schulden in Höhe von derzeit insgesamt rund sechs Mrd. Euro zu tilgen.

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