Eigene Ziele verfehlt
Aktionärsschützer kritisieren Deutsche Bank

Aktionärsvertreter haben in der Hauptversammlung der Deutschen Bank AG Kritik an den zurückliegenden Umstrukturierungen des Instituts geübt. Die ständigen Umstrukturierungen hätten den Markt nicht überzeugt, sagte Klaus Schneider von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK).

vwd FRANKFURT. Konsequenz daraus sei die niedrige Börsenbewertung der Deutschen Bank, bemängelte er. Es sei kein gutes Zeichen, dass der Firmenwert sowie die im Beteiligungsportfolio enthaltenen stillen Reserven sich nicht in der Börsenkapitaliserung widerspiegelten.

Der SdK-Vertreter wies zudem darauf hin, dass die Bank mit dem Ergebniseinbruch 2001 ihre eigenen Ziele verfehlt habe. Auf Kritik von Aktionären traf auch die Entscheidung der Bank, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG erneut als Prüfer zu bestellen. Hierzu lag auch ein Gegenantrag vor. Begründet wird dieser mit den "diversen Versagensfällen" der KPMG. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionären bemängelte vor dem Hintergrund des weiterhin positiven Ergebnisses der Bank die angekündigten Stellenstreichungen. Dies sei ein sozialpolitischer Skandal, hieß es in einem Antrag, der dem Vorstand die Entlastung verweigern soll.

Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zollte dem scheidenden Vorstandssprecher durchaus Lob. Breuer habe Bankers Trust erfolgreich integriert und die Deutsche Bank zu einem weltoffenen, internationalen Unternehmen gemacht. Allerdings seien die Kosten der Bank noch zu hoch und die Eigenkapitalrendite zu niedrig, bemängelte Nieding. Auch der Aktienkurs sei noch nicht zufrieden stellend.

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