Eigenkapitalrendite steigt auf 8,4 Prozent
Schwäbisch Hall will im Ausland wachsen

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat ihre Rendite im Jahr 2000 deutlich gesteigert. Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich von 4,5 auf 8,4 %. Die Zielmarke von 15 % werde voraussichtlich aber erst 2005 erreicht, sagte der Vorstandsvorsitzende Alexander Erdland auf der Bilanzpressekonferenz.

nw FRANKFURT/M. Schwäbisch Hall will in den nächsten Jahren die Expansion im Ausland weiter vorantreiben. Als neue Märkte habe die Bausparkasse unter anderem Polen, das Baltikum und China im Visier, sagte Erdland. Das Neugeschäft in Tschechien und der Slowakei habe sich rasant entwickelt, die Zielmarke von 15 % Rendite sei dort längst erreicht. Einen direkten Markteinstieg in andere EU-Ländern schloss Erland allerdings aus. Hohe Markteintrittsbarrieren und unzureichende Profitabilitätschancen sprächen dagegen.

Schwäbisch Hall ist in Deutschland Marktführer und hat europaweit 8,5 Mill. Kunden, davon 6,3 Mill. in Deutschland. Der Marktanteil im Bausparneugeschäft sei 2000 auf 25,4 (24) % gestiegen, so Erdland.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet er ein Neugeschäftsvolumen von über 20 Mrd. . Ob dieses Ziel erreicht werden könne, hänge allerdings stark davon ab, wie Wohneigentum in der künftigen gesetzlichen Förderung der privaten Altersvorsorge berücksichtigt wird. In den ersten drei Monaten diesen Jahres sei das Volumen der neu eingelösten Bausparverträge um 4,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf über 5 Mrd. gestiegen. Der Marktanteil habe sich auf knapp 27 % erhöht.

In Jahr 2000 sank das eingelöste Neugeschäft um 9 % auf 18,7 Mrd. . Das operative Ergebnis stieg von 58 auf 116 Mill. . Schwäbisch Hall kam der DG Bank mit einer Sonderausschüttung zu Hilfe, da das Frankfurter Spitzeninstitut der Genossen für das Geschäftsjahr 2000 eine erhöhte Risikovorsorge verkraften muss (HB 1.2.2001). Durch ein Schütt-aus-Hol-zurück-Verfahren fließe den Aktionären eine Sonderdividende von brutto 887 Mill. zu, sagte Erdland. Dieser Schritt ermögliche es der DG Bank, einen Steuervorteil in dreistelliger Millionenhöhe zu realisieren.

Veränderungen im Eigentümerkreis von Schwäbisch Hall sind nach der Fusion von DG Bank und GZ-Bank durchaus möglich. Beide halten zusammen 88 % der Schwäbisch-Hall-Anteile. Hier gebe es durchaus Spielraum, um Volks- und Raiffeisenbanken direkt an der Bausparkasse zu beteiligen, sagte Erdland, ohne jedoch zum aktuellen Zeitpunkt weitere Einzelheiten nennen zu wollen.

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