Eigenständiges Finanzgeschäft wegen hoher Liquidität geplant
Hilti will weiter wachsen

Der Liechtensteiner Hilti-Konzern (Bautechnologie) will weiterhin profitabel und stärker als der Markt wachsen.

Reuters ZÜRICH. Weitere Rückkäufe von Partizipationsscheinen (PS) wie im vergangenen Jahr schloss Verwaltungsratspräsident Michael Hilti auf der Jahresmedienkonferenz am Freitag aus. Grössere Übernahmen seien nicht in Sicht. Die hohe Liquidität will die vom Hilti-Familientrust kontrollierte Gruppe in Zukunft in einem "zweiten Geschäft" eigenständig managen.

Hilti steigerte den Umsatz um 11,5 % auf 3 138 Mill. sfr. Mit dem Wachstum, das währungsbereinigt bei 7,6 % deutlich über dem des Marktes von 3 % lag, überschritt der Konzern erstmals die Marke von 3 Mrd. sfr.
Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 18,6 % auf 309 Mill. sfr. Der Reingewinn erhöhte sich um 15 % auf 368,8 Mill. sfr.
Die Umsatzrendite von 11,8 (11,4) % sollte weiter steigen, sagte Konzernleiter Pius Baschera. Im Vergleich zu den weltweiten Konkurrenten liege Hilti bei der Rendite unter den zwei oder drei besten Unternehmen. Die Rendite solle mindestens gehalten werden. Die Dividende soll auf 39 (34) sfr je Partizipationsschein erhöht werden.

Betriebsergebnis soll weiter steigen

Mit Blick auf das laufende Jahr erklärte Baschera, unter der Voraussetzung einer weiterhin positiven Entwicklung der weltweiten Baukonjunktur lasse sich das profitable Wachstum im Jahr 2001 fortsetzen und es sei mit einer weiteren Steigerung des Betriebsergebnisses zu rechnen. Je nachdem wie sich die Finanzmärkte entwickelten, werde das Finanzergebnis ausfallen.

Im Berichtsjahr sank das Finanzergebnis leicht auf 102,5 Mill. von 103,4 Mill. sfr im Vorjahr. Analysten, etwa bei der Bank Sarasin und bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB), hatten einen höheren Ertrag erwartet.
Beim Finanzertrag stieg das Ergebnis aus Wertschriften des Finanzanlagevermögens auf 195,4 (Vorjahr 145,3) Mill. sfr.

Auf der anderen Seite beliefen sich die Währungsverluste aus operativer Tätigkeit (Verluste und Hedging-Kosten) auf 54,0 (13,1) Mill. sfr. Unter anderem sei der Anstieg des Dollarkurses so nicht erwartet worden, erklärte Finanzchef Egbert Appel.

Ausbau des Asset Managements geplant

Die Gruppe hält Finanzanlagen im Nettowert per Jahresende von 1 788 (1484) Mill. sfr, wobei die Wertschriften 1 749 (1 452) Mill. sfr ausmachen. Die Mittel würden weder für Aktienrückkäufe noch für eine grössere Akquisition gebraucht, sagte Baschera. Daher wolle Hilti das Asset Management ausbauen und mindestens eine marktgerechte Rendite erwirtschaften. Ein weiterer Rückkauf eigener PS ist nicht geplant. "Ein Rückkauf ist derzeit kein Thema", erklärte Hilti. Es sei aber auch nicht daran gedacht, Aktien auszugeben. An der Schweizer Börse SWX stieg der Hilti-PS bis zum Nachmittag um 40 sfr auf 1 560 sfr.

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