Eigenständigkeit betont
Fiat-Patriarch Agnelli meldet sich zurück

Der angeschlagene Fiat-Konzern pocht mit der Rückkehr des gesundheitlich angeschlagenen Firmenpatriarchen Giovanni Agnelli ins Tagesgeschäft verstärkt auf seine Eigenständigkeit.

dpa ROM. Das Unternehmen wolle an dem ursprünglichen Restrukturierungsplan mit drastischem Arbeitsplatzabbau und Milliarden-Investitionen festhalten, hieß es in einer Mitteilung der Turiner Gruppe am Mittwoch. Allerdings sei das Unternehmen auch bereit, mit der italienischen Regierung über einen neuen Industrie- und Finanzplan zu diskutieren. Die Regierung hat das Fiat-Management den Angaben zufolge zu einem erneuten Treffen am 13. Oktober gebeten.

Nachdem in den vergangenen Tagen Regierungsvertreter die unterschiedlichsten Spekulationen über einen staatlichen Eingriff in die Fiat-Krise angestellt hatten, hat sich damit die Führung des Unternehmens erstmals wieder selbst zu Wort gemeldet.

Grund ist dem Vernehmen nach ein Einschreiten von Fiat-Patriarch Giovanni Agnelli, der jetzt trotz seines angeschlagenen Gesundheitszustands nach langer Abwesenheit persönlich an einer Versammlung des Managements teilnahm.

Italienische Zeitungen berichteten am Mittwoch, Agnelli sei es zu verdanken, dass Fiat sich darüber klar geworden sei, der Regierung zu viel Handlungsspielraum gelassen zu haben. Jetzt habe Fiat deutlich gemacht, zunächst an dem am 9. Oktober vorgelegten Sanierungsplan festhalten zu wollen, der unter anderem den Abbau von 8100 Stellen vorsieht. "Agnelli kehrt zurück und das Unternehmen ändert seine Strategie", titelte eine Zeitung.

Am Mittwoch wollten Regierungsvertreter im italienischen Finanzministerium mit den Hausbanken der Turiner Gruppe über neue Strategien beraten. An der Börse legte die Fiat-Aktie am Morgen um 1,44 % auf 8,8 ? zu.

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